nachdem eure kritiken gefallen sind, habe ich mir heute voller neugier diesen anscheinend unglaublich shockierenden film angesehen.
evan treborn (welch subtile und ausgefallene namensidee: "event reborn") kann in die vergangenheit reisen, und alles was er will ändern.
doch nach kurzer zeit schon merkt man:
die regie scheitert allerdings an ihrer ach so verwirrend scheinenden story.
man soll zwar verwirrt werden, doch wird man auf deutliche mängel aufmerksam.
so hat evan als kind blackouts, die er später im erwachsenen-alter wieder aufleben lassen kann. warum hat das kind dann so blackouts? woher kann es wissen, das es die vergangenheit in der zukunft ändern will? ein logikfehler, den man leicht übersehen könnte.
die shockeffekte lassen auch zu wünschen übrig. ich hatte nur zwei, bei denen ich mich erschrocken habe. schließlich ahnt man nach einer zeit einfach, was einen erwartet.
hier wurde auch über die schauspielerische leitung kutchers geredet.
also, ich dachte der film könnte beweisen, dass ers drauf hat. aber mehr als sein geshocktes "ey mann, wo is mein auto"-gesicht scheint er doch nicht vermitteln zu können. wenn ich aufwache, und mir alle körperglieder fehlen, würde ich wohl mehr darauf reagieren, als geshockt zu gucken? so scheinen besonders dramatische szenen unfreiwillig komisch. warum muss man bei so dramatischen szenen lachen? da muss wohl was falsch gelaufen sein.
er kann seine lage nicht deutlch rüberbringen. man weiß, wie es anderen geht, aber nicht ihm selbst. wer dreht nicht durch, wenn er erkennt dass er alles, was er verändern kann nur noch drastisch schlimmer macht und jedes mal in einer anderen zeit aufwacht?
das konnte er ganz klar nicht auf die leinwand zaubern.
man weiß allerdings ganz genau, wie sich die anderen fühlen. warum geht das nicht auch bei dem hauptdarsteller?
die zuschauer werden ja mit genau diesem schauspieler gelockt, der gerade gut in der presse vertreten ist. doch bekommt man leider nichts anderes geboten, als das, was er schon schauspielerisch geleistet hat
wer sehen will, was dieser film wirklich hätte bieten können, sollte sich "donnie darko" ansehen. ähnliche story, nur besser umgesetzt.
was mich am film überzeugt hat? die doch sehr interessante story. leider gibt es nicht wirklich mehr, was mich daran gehalten hat weiterzusehen.
man hätte diesen film äußerst besser umsetzen können.
was bleibt, ist einfach nur ein lauwarmer "shocker", von dem man denkt, das es ihn noch nie gab. weil die story anscheinend sooo packend ist, nimmt man ihn einfach als gut hin.
für mich ist er allerdings nicht mehr als ein durschschnittlicher film.
fazit: "shocker" (kann man den so bezeichnen?) mit einer interessanten story -> lauwarme nahrung für filmfans.
6/10