Dayvany
Die Anti-Bush-Dokumentation feierte bereits drei Monate nach Kinostart Deutschland-Premiere im Free-TV. ProSieben strahlte diese am Montagabend aus und erreichte über 6,7 Millionen Zuschauer
Mit der Deutschland-Premiere der Polit-Doku "Fahrenheit 9/11" am gestrigen Montag hatte ProSieben deutlich die Nase vorn: 6,73 Millionen Zuschauer ab drei Jahren (20,5 Prozent Marktanteil) verfolgten die erschütternden Bilder von Oscar-Gewinner Michael Moore.
Damit führte ProSieben die Prime Time (20.15 bis 23.00 Uhr) im Gesamtmarkt ab drei Jahren (18,6 Prozent), in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen (30,2 Prozent) und der jungen Zielgruppe (42,2 Prozent ) mit weitem Abstand an.
Sowohl bei den 14- bis 49-jährigen als auch bei den 14- bis 29-jährigen Zuschauern ging der Sender am Montag (17,9 bzw. 26,7 Prozent ) als Tagesmarktsieger hervor. Bei allen Zuschauern lag der Marktanteil bei 10,8 Prozent
sladee
War wohl nicht anders zu erwarten ... gerade so knapp vor den Wahlen !
Thurgood
Ich komme irgendwie nicht mit den Recherchen von Moore klar.
Eine gute Recherche bedeutet natürlich auch eine folgerichtige Argumentationsweise und eine halbwegs differenzierte Darstellung. Man kann sich doch nicht auf die Bin Laden Familie einschießen und außen vor lassen, dass sie eine riesige Familie ist und einen enormen Einfluss in Saudie Arabien hat. Wenn man dort Geschäfte machen möchte, kommt man gar nicht an dieser Familie vorbei. Im übrigen bedeutet Familie in der arabischen Welt etwas ganz anderes als was man sich hier darunter vorstellt. Das sind unfassbar riesige Familien.
Mein Problem mit der Darstellungsweise von Michael Moore ist schlichtweg die Tatsache, dass seine Quellen, Informationen und vemeindlichen Fakten nicht transparent sind. Die Bilder und Informationen werden gezielt eingesetzt und aus dem Kontext gerissen. Jede Quelle kann man sich zu seinen Gunsten zurechtlegen, wenn man nur genug kürzt.
Ich finde es schlimm wie unkritisch die meisten Menschen mit solchen Filmen umgehen. Diese Menschen fühlen sich in ihrer Anti-Bush/Anti-Amerika Haltung bestärkt und nehmen die Darstellungen in solchen Filmen für bare Münze.
sladee
| Zitat: |
Original von Thurgood
Ich finde es schlimm wie unkritisch die meisten Menschen mit solchen Filmen umgehen. Diese Menschen fühlen sich in ihrer Anti-Bush/Anti-Amerika Haltung bestärkt und nehmen die Darstellungen in solchen Filmen für bare Münze. |
Hmm ... man sollte scho ne gute Mitte für sich finden !
Das da auch nich alles 100 % Prozent sollte einem sicher klar sein !
John Cole
Aber es werden durchaus Fragen aufgeworfen, die zum Nachdenken anregen. Und ich denke mal, daß das auch eines der Ziele sein soll.
u4u|Daywalker
Ich kann Thurgoods Beitrag nur unterschreiben.
Für mich persönlich stellt Moores darstellungsweise und Argumentation allerunterstes Niveau dar. Mag ja sein, dass er zum Nachdenken anregen möchte, aber ich denke mal, dass die wenigsten, die seine Filme/Bücher gut finden, das auch wirklich tun. Ein kritischer Satz von Moore in Richtung Bush/seine Regierung und seine Leser plappern das nach. In Deutschland haben wir sogar eine ganze Tageszeitung mit 4 Buchstaben, die durch ein ähnliches Schema eine sehr hohe Auflage erreicht...
Heutzutage ist es doch so, dass irgend jemand etwas gegen Bush/USA sagen kann und die Welt glaubt das...ohne die Quellen zu prüfen, ohne Hintergründe zu wissen. Wenn ich ein Bild einer Wahlkampfrede manipuliere und dort einfach ein paar Menschen kopiere und diese dann mehrfach auf dem Bild zu sehen sind und das dann in irgendeinem Forum poste, glaubt doch gleich jeder, dass Bush und Co. das Bild manipuliert hätten.
sladee
Das dumme für Bush ist nur das er halt wirklich ziemlich viel Mist gebaut hat ... und bauen wird !
Das Moore in manchen Dingen maßlos übertreibt sollte einem schon bewusst sein ...
John Cole
nun geht es in seinen Filmen/Büchern aber auch nicht nur um Bush
hajuli
Naja Moore manipuliert halt sehr krass in seine (Anti-Bush) Richtung.
Die pro Bush Leute argumentieren ja auch nicht mit Argeumenten gegen und für Bush
Auf jeden Fall zeigt der Film nochmal dass bei Bush nicht immer alles glatt läuft und der film regt allemal zum denken an.
Thurgood
Für seine Anti-Bush-Dokumentation "Fahrenheit 9/11" wurde Filmemacher Michael Moore mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet. Nun flatterte ihm wegen des Films eine Klage ins Haus.
Peter Damon fordert von dem Regisseur vor einem Gericht im US-Staat Massachusetts 85 Millionen Dollar Entschädigung, wie der Internetdienst "E!Online" meldet. Begründung: Er sei fälschlicherweise als Bush-kritischer Kriegsgegner dargestellt worden.
Der 33-Jährige hatte als Soldat im Irak-Krieg beide Arme verloren. Im Film wird er als Krankenhauspatient von einem NBC-Team interviewt. Damon behauptet, Moore habe diese Szenen ohne seine Zustimmung verwendet und zudem seine Aussagen verdreht.
Er sei ein glühender Anhänger von George W. Bush, sagte Damon. "Es war fast so, als würde mich der Feind für Propaganda missbrauchen. Ich habe da drüben nicht meine beiden Arme verloren, um hinterher als Munition gegen meinen Oberbefehlshaber benutzt zu werden."
"Fahrenheit 9/11" gewann 2004 in Cannes die Goldene Palme und spielte weltweit mehr als 200 Millionen Dollar ein. Moore war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
spiegel.de
Shu
Na, der ist ja auch mal recht spät dran, oder?
Zu dem Film hab eich auch noch nichts gesagt: Hab ihn damals im Free V gesehen, ich glaube proSieben hat ihn mal ausgestrahlt und klar waren eine Verbindungen etc die da aufgezeichnet wurden schockierend. Die Verschwürungstheorien waren klar fesselnd und der Film als ganzes recht interessant.
Jedoch sicherlich auch ein wenig übertrieben.