Todesstrafe

Thurgood
Zitat:
Original von kiffolero
@thurgott
du hast vorhin mit de rbibel argmuentiert.
ich finde die bibel sollte keinen einfluss auf unser rechtssystem haben. (aber das wär jetzt wieder nen anderes thema)


Ich wollte damit nicht sagen, dass sich die Religion auf unser Rechtssystem auswirken sollte. Sowas läge mir fern. Ich wollte lediglich das Argument der Vergeltung widerlegen. Denn wer Vergeltung fordert, der bezieht sich oft auf "Auge um Auge, Zahn um Zahn", indirekt also auf die Bibel. Dies stellt jedoch den Widerspruch zu dem 6ten Gebot dar und kann nicht aufrecht erhalten werden.

Ich gebe dir Recht, die Religion darf keine Auswirkung auf geltendes Recht haben!
Flappo Fatzke
Zitat:
Original von kiffolero
Zitat:
Original von Flappo Fatzke
Also ich bin wie gesagt für die Todesstrafe.....und zwar in allgemeinhin bekannten Härtefällen.....einer wie z.Zt. Marc Hoffmann (2 Opfer) oder vor nicht langer Zeit Ronny Rieken (3 Opfer)....alles unverbesserliche Kindermörder, die garantiert nicht lange zögern würden wenn zurück in Freiheit sich sofort die nächsten Opfer zu suchen !!!!
weshalb muss man solche Typen auf Staatskosten durchfüttern ???.....kapier ich nicht !!!....weshalb sein Leben respektieren, wenn er selbst mehrere ausgelöscht und etliche zerstört hat ????


das durchfüttern argument ist falsch.
denn ne todesstrafe kostet mehr als jemand sien leben lang im gefängnis zu behalten


Das will mir nicht wirklich klar werden !!!....man sollte die Leute aber auch nicht erst noch 15 Jahre im Todestrakt sitzen lassen.....5 Jahre Einzelhaft ohne jeglichen Kontakt nach aussen, danach Giftspritze !!!.....kann das teurer sein als so jemanden ev. noch 30 Jahre zu "betreuen" ???
SunSh!ne
Eine sehr schwere Frage... wenn ich an Menschen wie Marc Dutroux oder Michel Fourniret denk würd ich sagen das sie es nicht verdient haben zu leben. Aber das sie es verdient haben zu sterben, darüber würde ich nicht entscheiden wollen. Und ich denke das wir auch nicht das Recht haben über Leben und Tod zu richten. Aus einem spontanen Impuls heraus würde ich zwar sagen, sobald die Möglichkeit der Unschuld zu 100% ausgeschlossen werden kann (was wohl in den wenigsten Fällen möglich ist) bin ich dafür. Aber wenn ich länger darüber nachdenke würde ich mich dagegen aussprechen. Wir sollten es nicht diesen Menschen gleichtun und anfangen über Leben und Tod zu entscheiden. Das bringt die Opfer auch nicht zurück. Solche Menschen gehören lebenslang weggesperrt, lebenslang und keine 20 Jahre. Ohne Möglichkeit zur vorzeitigen Begnadigung. Wegsperren und therapieren. Aber nie wieder auf die Menschheit loslassen.
ibbe
die todesstrafe verstoestt an sich auf ein anderes recht, das recht zu leben. auch wenn es serienmoerder sind oder vergewaltiger, kein mensch darf ueber leben und tod entscheiden auch nicht die justiz.
ich glaube aber, dass unsere jetztige geselschaft haerte strafen braucht.
Thurgood
Zitat:
In einer Todeszelle in Florida sitzt ein Deutscher: Dieter Riechmann. Seit 15 Jahren droht ihm die Hinrichtung - doch der Mann ist möglicherweise unschuldig. Dieter Riechmann: "Wenn ich die Möglichkeit hätte, mich so hinlegen, nicht mehr aufstehen, das würde ich wahrscheinlich sofort vorziehen. Ich sage Ihnen, wenn ich das jemals geahnt hätte oder gewusst hätte, als die mich verhafteteten 1987, dass das so lange dauern würde, ich hätte das Ganze zu Ende gebracht, schon vor vielen Jahren."

Dieter Riechmann und seine Freundin Kerstin Kischnick 1987 in Florida. Ein Urlaubsvideo. Unbeschwerte Tage in Miami - bis zum 27. Oktober. An jenem Abend besuchen sie ein Restaurant, steigen danach in ihren Mietwagen. Was dann geschieht, ist noch immer rätselhaft. Denn kurze Zeit später hält das Auto mit Riechmann am Steuer neben einer Polizeistreife. Auf dem Beifahrersitz: Kerstin Kischnick, ermordet, ein Kopfschuss. Er habe Unbekannte nach dem Weg gefragt, sagt Riechmann, einer von ihnen habe plötzlich geschossen.

Doch Polizei und Staatsanwaltschaft glauben ihm nicht. Wenige Monate später: die Anklage. Er selber soll der Mörder sein. Dieter Riechmann: "Mord hatte ich überhaupt nicht in meinen Gedanken, dass ich damit konfrontiert werden könnte, hätte das jemand gesagt, ich hätte gelacht, ich hätte gesagt, ihr seid ja alle verrückt geworden." Für die Staatsanwälte klingt es überhaupt nicht verrückt. Riechmann: ein Waffenarr, vorbestraft, kein festes Einkommen, seine Lebensgefährtin eine Prostituierte.

Und so soll es sich laut Staatsanwaltschaft abgespielt haben: Riechmann steigt irgendwo aus dem Wagen und erschießt die ahnungslose Kerstin Kischnick durchs Beifahrerfenster. Die Ermittler glauben, das Motiv zu kennen: Lebensversicherungen, in Höhe von damals etwa 1,7 Millionen Mark. 1988. Der Prozess. Es gibt keine Augenzeugen, keine Tatwaffe, erst recht kein Geständnis. Indizien belasten den Deutschen, doch die sind zumindest zweifelhaft. Riechmann rechnet mit Freispruch.

Dann präsentiert die Staatsanwaltschaft plötzlich den Zeugen Walter Smykowski, einen verurteilten Betrüger, kurze Zeit Riechmanns Zellengenosse. Smykowski macht eine folgenschwere Aussage. Der Deutsche habe in der Zelle gefeiert, weil er jetzt Millionär sei. Das überzeugt Richter und Geschworene. Riechmann wird zum Tode verurteilt. Doch Walter Smykowski hat gelogen. Das behauptet er zumindest heute. Der Weltspiegel spürt ihn nach langer Suche in Dubai auf, im Nahen Osten. Der Hauptzeuge von damals belastet nun die Staatsanwälte. Die hätten ihn bestochen. Ein ungeheuerlicher Vorwurf. Wollte man den Prozess gegen Riechmann um jeden Preis gewinnen?

Walter Smykowski: "Ich fühle mich irgendwie schuldig, verstehen Sie. Die haben wohl einen Unschuldigen verurteilt, die Lüge, die man mir erzählt hat, habe ich dem Gericht erzählt, nur um frei zu kommen."

Treffen in Dubai. Riechmanns Anwälte sind gekommen. Smykowski erzählt er ihnen, dass er für seine Lüge neben einer vorzeitigen Haftentlassung auch Geld bekommen sollte. Doch er sei reingelegt worden. Jetzt wolle er auspacken. In Amerika befürchtet Smykowski verhaftet zu werden, deshalb gibt schriftlich eine eidesstattliche Aussage. Riechmanns Anwälte glauben ihm. Marty McClain, Anwalt von Riechmann: "Staatsanwälte wissen, im Gefängnis gibt es unter Häftlingen eine große Bereitschaft, Falschaussagen zu machen, für eine Gegenleistung natürlich. Da muss du nur noch den Richtigen finden, der sagt, er wüsste da was."

Miami. Mit Smykowskis Aussage im Koffer kehren die Anwälte zurück. Ein Privatdetektiv hat in der Nähe des Tatortes mittlerweile weitere Zeugen gefunden. Das Urteil gegen Riechmann wird immer fragwürdiger. Da ist zum Beispiel "Pookie" Williams, ein junger Drogendealer. Er will bei dem Mord sogar dabei gewesen sein. Pookies Tatversion deckt sich mit der von Riechmann. Er sagt, ihm und seinen Freunden sei der Goldschmuck der blonden Frau im Auto aufgefallen. Einer von ihnen hätte plötzlich geschossen. "Pookie" Williams: "Der Typ am Steuer hat sofort Gas gegeben und ist abgehauen. Die ganze Geschichte hat uns nichts gebracht. Wir hat keinen Schmuck, aber es gab ein Leiche."

Sitzt also ein tatsächlich Unschuldiger in der Todeszelle? Riechmanns Anwälte wollen nun einen neuen Prozess. Die letzte Chance, den Deutschen vor der Hinrichtung zu retten. Mitte vergangenen Jahres - ein Hoffnungsschimmer. Anhörungstermin. Riechmanns Anwälte tragen die neuen Beweise vor. Richter Bagley muss entscheiden, ob der Fall neu aufgerollt werden muss. Walter Smykowskis Bestechungsvorwürfe werden von anderen Zeugen bekräftigt, die Staatsanwälte weisen sie zurück. Dann befragt der Staatsanwalt Riechmanns Zeugen, Pookie Williams.

Reid Rubin, Staatsanwalt: "Sie haben gelegentlich erzählt, dass sie 1987 Augenzeuge waren bei dem Mord an Dieter Riechmanns Freundin. Aber die Geschichte stimmt doch gar nicht, oder?" "Pookie Williams": Nein

Riechmann geschockt. Sein wichtigster Zeuge - einfach umgekippt. Zuvor hatte Staatsanwalt Rubin nachweislich mit Pookie telefoniert - und dem droht langjährige Haft wegen anderer Delikte. Terry Bachhus, Anwältin von Riechmann: "Ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse. Da macht er seit 1996 immer wieder die gleiche Aussage. Und nach nur einem Anruf des Staatsanwaltes, überlegt er es sich anders."

Die Verteidigung hat noch einen Trumpf, Doreen, eine Frau aus dem Drogenmilieu. Die Augenzeugin bleibt bei ihrer Aussage: der Deutsche ist auf keinen Fall der Mörder der blonden Frau mit dem Goldschmuck. Letzte Hoffnung auf Gerechtigkeit - nach 15 Jahren in der Todeszelle. Dieter Riechmann: "Die könnten mir heute anbieten ein Jahr Gefängnis, das würde ich nicht annehmen. Das ist für mich eine Frage der Prinzipien. Ich werden freigesprochen von allen Vorwürfen oder nicht."

Sollte der Richter ein neues Verfahren ablehnen, will Dieter Riechmann schnell einen Hinrichtungstermin. Es soll ein Ende haben. So oder so.

Quelle


http://www.amnesty.co.at/downloads/ts_weltkarte2005.jpg
u4u|Wizz
Von dem Fall habe ich mal vor vielen vielen Jahren gehört. Kam irgendwas im Fernsehen. Ist bestimmt schon 10 Jahre her oder so.
egoistiC
Ich bin dagegen..

Wieso, nun ja bei einem Mörder z.b. man sollte gleiches nicht mit gleichem bestrafen.. In einigen Fällen mag die Todesstrafe sicherlich gut sein.. (z.b. bei Sexualstraftätern..) Aber trotzdem bin ich dagegen.
Thurgood
Hat jemand noch was dazu zu sagen? Ich würde gerne weiterdiskutieren BIG GRIN
Flappo Fatzke
Ja ich !!!!

bin immer noch dafür - und in letzter Zeit waren auch mal wieder einige Kandidaten in Funk und Fernsehen zu "bewundern" BIG GRIN
Tomes1988Munich
Todesstrafe!?
auf keinen fall!!
denkt doch mal: diese typen haben meistens ein schweres problem!sie wurden in der kindheit zu dem geformt was sie heute sind.durch misshandlungen etc. ich finde solche leute leiden schon,seit sie einen schritt auf die erde getan haben. geboren um zu leiden... es soll ja angeblich bewiesen sein,dass aggressves verhalten und kriminelle aktivitäten vererbt werden.sprich es liegt diesen leuten in den genen.in diesem fall sollten diese leute für immer von der gesellschaft getrennt werden.mit behandlung selbstverständlich.
euthanasie sollte auch angeboten werden,aber auf freiwilliger basis.

aber ich bin jetzt auch generell für härtere/ längere haftstrafen!!
Dickes B(ass)
steuern für therapien, fressen, wohnraum, medikamente, bearbeituzng, beamte, und und und ...

natürlich nicht für die armen kinder oder sonst notbedürftigen menschen auf dieser welt .... ne das kriegen die vergewaltiger und mörder ins arschloch gerammt ...

bei eindeutiger beweislage und vorliegender schwere = weg die rübe !