News von Peter Carstens 07.03.2006
Politik - Verbot von Killerspielen: Innenminister der Union dafür!
Immer enger zieht sich die Schlinge um den Hals aller begeisterten Shooter-Fans...
News
Na? Gerade noch ein spannendes Match mit eurem Lieblingsspiel verbracht? Dann genießt jede Minute davon, denn das Thema Killerspiele ist mal wieder auf dem Tisch gelandet und die Herren und Damen Politiker sind scheinbar nicht davon abzubringen, ausschließlich die Killerspiele für die erhöhte Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen als Schuldige zu akzeptieren.
Mangelnde berufliche und damit auch persönliche Perspektiven scheinen dabei wohl keine Rolle zu spielen...
Diesmal war es ein Thema bei der Innenminster-Konferenz der Union in Wanzleben. Besonders interessant ist die Aussage, dass man die Bundesregierung auch darum bittet, auf europäischer Ebene tätig zu werden.
Ganz gleich, was von diesem Vorschlag am Ende wirklich übrig bleibt, Veränderungen wird es geben, davon ist auszugehen!
Im geringsten Fall werden einfach alle Egoshooter nur noch für Erwachsene zugänglich.
Im mittelschweren Fall sind sie in Deutschland verboten, können aber noch über das europäische Ausland bezogen werden (hey, dann sind Shooterschmuggler mit Drogenschmugglern in einen Topf zu werfen *g*).
Tja, und im extremsten Fall, gelingt das Verbot auf europäischer Ebene (allerdings sehr unwahrscheinlich).
Anbei der Auszug aus der Pressemitteilung:
Die Unionsinnenpolitiker sprachen sich zudem für ein Verbot sowohl der Produktion als auch des Vertriebs so genannter „Killerspiele“ aus. Die Video- und Computer spiele stellen ein erhebliches Gefährdungspotential insbesondere für Kinder und Ju gendliche dar. Die Innenminister stellten übereinstimmend fest, dass die im Jugend medienschutz-Staatsvertrag vereinbarte Prüfung der Spiele durch die „Unterhal tungssoftware Selbstkontrolle“ nur sehr mangelhaft funktioniert und nicht mit dem Jugendschutzrecht in Einklang stehe. Ein erhebliches Problem stellen zudem die virtuellen „Killerspiele“ im Internet dar. „Hier gibt es einen riesigen grauen Markt“, sagte Innenminister Bouffier. Experten erwarten in den nächsten Jahren zudem ei nen erheblichen Zuwachs der Teilnehmerzahlen an diesen überaus brutalen Online-Spielen von heute 3,4 Millionen auf 30 Millionen im Jahr 2009. Innenminister Volker Bouffier: „Wir beobachten die zunehmende Gewaltbereitschaft gerade von Kindern und Jugendlichen mit großer Sorge. Deshalb muss konsequent gegen Spiele, die Gewalt in jeder Form verherrlichen, vorgegangen werden. Dazu sollte das Jugend schutzgesetz insofern geändert werden, dass eine niedrigere Eingriffsschwelle, durch das Streichen des Wortes „offensichtlich“ jugendgefährdend, erreicht wird. Diese Spiele sind mit einem effektiven Jugendschutz schlicht unvereinbar. Mit geeig neten technischen Maßnahmen, beispielsweise durch elektronische Filter, muss si chergestellt werden, dass Minderjährige keinen Zugriff auf solche Spiele haben. Hier sind insbesondere die Provider gefordert, aber auch die Betreiber von so genannten Internet-Cafes.“ Einhellig wurde die Bundesregierung gebeten gemeinsam mit den Ländern, auf Bundes- und europäischer Ebene in diesem Sinne tätig zu werden.
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hach wie toll