Ego-Shooter bald verboten?

Fragfinger
Glaub ich nicht das die Sowas durchsetzen können da die Spielehersteller das nicht so gut finden würden.
u4u|Bjo-Frei
Zitat:
Original von Fragfinger
Glaub ich nicht das die Sowas durchsetzen können da die Spielehersteller das nicht so gut finden würden.
es findet keiner toll, wenn etwas verboten wird, was man selbst verkauft

dann gibt es ebenb mehr illegale spiele bei uns, wenn das gesetz kommt
SnakePlisken
Zitat:
Original von u4u|Bjo-Frei
Zitat:
Original von Fragfinger
Glaub ich nicht das die Sowas durchsetzen können da die Spielehersteller das nicht so gut finden würden.
es findet keiner toll, wenn etwas verboten wird, was man selbst verkauft

dann gibt es ebenb mehr illegale spiele bei uns, wenn das gesetz kommt


sieht eher so aus das ein Produktionsbereich aus Deutschland verschwinden wird wenn die weiter so machen. Denn hat man mal gesehn wie viel die Firmen an Produktionskosten und -dauern haben, und wenn die Pech haben wird das Spiel auf den Index gesetzt. Kein Wunder das hier die Firmen alle pleite gehn.

Snake
sladee
Zitat:
Original von SnakePlisken
Zitat:
Original von u4u|Bjo-Frei
Zitat:
Original von Fragfinger
Glaub ich nicht das die Sowas durchsetzen können da die Spielehersteller das nicht so gut finden würden.
es findet keiner toll, wenn etwas verboten wird, was man selbst verkauft

dann gibt es ebenb mehr illegale spiele bei uns, wenn das gesetz kommt


sieht eher so aus das ein Produktionsbereich aus Deutschland verschwinden wird wenn die weiter so machen. Denn hat man mal gesehn wie viel die Firmen an Produktionskosten und -dauern haben, und wenn die Pech haben wird das Spiel auf den Index gesetzt. Kein Wunder das hier die Firmen alle pleite gehn.

Snake


Verkaufen die nur hier ?!
FloG
Deutsche (insbesondere junge) Hersteller in der Regel ja.
Und Lokalisierungen fallen somit auch flach 8[
SnakePlisken
Zitat:
Original von sladee
Zitat:
Original von SnakePlisken
Zitat:
Original von u4u|Bjo-Frei
Zitat:
Original von Fragfinger
Glaub ich nicht das die Sowas durchsetzen können da die Spielehersteller das nicht so gut finden würden.
es findet keiner toll, wenn etwas verboten wird, was man selbst verkauft

dann gibt es ebenb mehr illegale spiele bei uns, wenn das gesetz kommt


sieht eher so aus das ein Produktionsbereich aus Deutschland verschwinden wird wenn die weiter so machen. Denn hat man mal gesehn wie viel die Firmen an Produktionskosten und -dauern haben, und wenn die Pech haben wird das Spiel auf den Index gesetzt. Kein Wunder das hier die Firmen alle pleite gehn.

Snake


Verkaufen die nur hier ?!


Großteil kann nur innerhalb von Europa oder wenigen Teilen operieren den die Publisher wollen ja auch bezahlt werden.

Und ohne juten Publisher kannste das ja auch vergessen, aber je besser der Publisher desto höher auch seine Kosten (z.B EA)

Snake
u4u|Daywalker
Stellungnahme des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. zum Koalitionsvertrag der CDU/CSU und SPD

22.11.05 - Angesichts der durch den Koalitionsvertrag angestoßenen Diskussion über 'ein Verbot von Killerspielen' möchte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) folgende Sachverhalte zur Klärung von offenen Fragen beitragen.

Unsere im Bereich der Unterhaltungssoftware tätige Industrie ist der Auffassung, dass die seit dem 01.04.2003 geltenden Neuregelungen des Jugendschutzgesetzes sich in der Praxis bewährt haben und insbesondere das bestehende Alterskennzeichnungssystem für Computer- und Videospiele erfolgreichen Jugendschutz praktiziert.
Durch die Installation eines ständigen Vertreters der Obersten Landesjugendbehörden bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist hier eine staatliche Aufsicht gegeben und die unabhängige Arbeit der USK garantiert.

Die Anbieter von Unterhaltungssoftware sind sich ihrer Verantwortung für den Jugendschutz bewusst. In der der Praxis wird bewiesen, dass man dieser Verantwortung auch gerecht wird. So werden die Spielkonsolen der neusten Generation technische Vorrichtungen besitzen, die eine Altersentsprechende Nutzung der Spielkonsolen ermöglicht. Spiele, welche nicht der eingestellten Altersfreigabe entsprechen, werden auf den Spielkonsolen der neusten Generation nicht mehr spielbar sein.

Entsprechende Einstellungen sehen auch die kommenden Betriebssysteme für Computer vor, die damit auch für PC-Spiele einen praktikablen Jugendschutz ermöglichen. Diese Maßnahmen dokumentieren aus unserer Sicht auch die etablierte Zusammenarbeit zwischen den Obersten Landesjugendbehörden, USK und Industrie im Bereich des Jugendschutzes.

Ein effektiver Jugendschutz erfordert ein Tätigwerden auch an den Stellen, wo Computer- und Videospiele genutzt werden. Unser Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Medium. Deshalb führen wir bereits seit 2 Jahren im Rahmen der Leipziger Branchenmesse Games Convention einen intensiven Dialog mit Eltern und Kindern.

Die Informationsmöglichkeit über Computer- und Videospiele stellt einen Kernbereich des Ausstellungsbereichs GC-family dar und bildet damit einen Messeschwerpunkt. So haben wir uns gemeinsam mit der Leipziger Messe erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Games Convention als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkörper in vielen Bundesländern anerkannt ist.

Die Formulierung eines 'Verbotes von Killerspielen' im Koalitionsvertrag halten wir angesichts der vorstehenden Gegebenheiten für unglücklich. Diese Formulierung macht nicht deutlich, ob hiermit die in der Vergangenheit in die Kritik geratenen 'Gotcha'-Spiele gemeint sind oder eben auch Computer- und Videospiele.

Angesichts der bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen zum Verbot von gewaltverherrlichenden oder menschenverachtenden Computer- und Videospielen ist die Forderung nach weiteren gesetzlichen Regelungen unverständlich. Gerne beteiligen wir uns an der angestoßenen Debatte und tragen unseren Teil zur sachgerechten Lösung bei.

Quelle: www.gamefront.de
schalke_fan
News von Peter Carstens 07.03.2006


Politik - Verbot von Killerspielen: Innenminister der Union dafür!
Immer enger zieht sich die Schlinge um den Hals aller begeisterten Shooter-Fans...




News
Na? Gerade noch ein spannendes Match mit eurem Lieblingsspiel verbracht? Dann genießt jede Minute davon, denn das Thema Killerspiele ist mal wieder auf dem Tisch gelandet und die Herren und Damen Politiker sind scheinbar nicht davon abzubringen, ausschließlich die Killerspiele für die erhöhte Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen als Schuldige zu akzeptieren.

Mangelnde berufliche und damit auch persönliche Perspektiven scheinen dabei wohl keine Rolle zu spielen...

Diesmal war es ein Thema bei der Innenminster-Konferenz der Union in Wanzleben. Besonders interessant ist die Aussage, dass man die Bundesregierung auch darum bittet, auf europäischer Ebene tätig zu werden.

Ganz gleich, was von diesem Vorschlag am Ende wirklich übrig bleibt, Veränderungen wird es geben, davon ist auszugehen!

Im geringsten Fall werden einfach alle Egoshooter nur noch für Erwachsene zugänglich.

Im mittelschweren Fall sind sie in Deutschland verboten, können aber noch über das europäische Ausland bezogen werden (hey, dann sind Shooterschmuggler mit Drogenschmugglern in einen Topf zu werfen *g*).

Tja, und im extremsten Fall, gelingt das Verbot auf europäischer Ebene (allerdings sehr unwahrscheinlich).

Anbei der Auszug aus der Pressemitteilung:

Die Unionsinnenpolitiker sprachen sich zudem für ein Verbot sowohl der Produktion als auch des Vertriebs so genannter „Killerspiele“ aus. Die Video- und Computer spiele stellen ein erhebliches Gefährdungspotential insbesondere für Kinder und Ju gendliche dar. Die Innenminister stellten übereinstimmend fest, dass die im Jugend medienschutz-Staatsvertrag vereinbarte Prüfung der Spiele durch die „Unterhal tungssoftware Selbstkontrolle“ nur sehr mangelhaft funktioniert und nicht mit dem Jugendschutzrecht in Einklang stehe. Ein erhebliches Problem stellen zudem die virtuellen „Killerspiele“ im Internet dar. „Hier gibt es einen riesigen grauen Markt“, sagte Innenminister Bouffier. Experten erwarten in den nächsten Jahren zudem ei nen erheblichen Zuwachs der Teilnehmerzahlen an diesen überaus brutalen Online-Spielen von heute 3,4 Millionen auf 30 Millionen im Jahr 2009. Innenminister Volker Bouffier: „Wir beobachten die zunehmende Gewaltbereitschaft gerade von Kindern und Jugendlichen mit großer Sorge. Deshalb muss konsequent gegen Spiele, die Gewalt in jeder Form verherrlichen, vorgegangen werden. Dazu sollte das Jugend schutzgesetz insofern geändert werden, dass eine niedrigere Eingriffsschwelle, durch das Streichen des Wortes „offensichtlich“ jugendgefährdend, erreicht wird. Diese Spiele sind mit einem effektiven Jugendschutz schlicht unvereinbar. Mit geeig neten technischen Maßnahmen, beispielsweise durch elektronische Filter, muss si chergestellt werden, dass Minderjährige keinen Zugriff auf solche Spiele haben. Hier sind insbesondere die Provider gefordert, aber auch die Betreiber von so genannten Internet-Cafes.“ Einhellig wurde die Bundesregierung gebeten gemeinsam mit den Ländern, auf Bundes- und europäischer Ebene in diesem Sinne tätig zu werden.


www.gamigo.de

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hach wie toll VOGEL
Drunken-Li-Dragon
das wird dann wohl wie bei dem Raubkopien-Verbrechen..........
Es wurde schon lange Verboten Filme, Musik ect. runterzuladen, aber jeder 2te der ne DSL-internet Flat hat, ladet bestimmt mal dies und das. Also meine Meinung dazu ist, dass die Jugendlichen sich dass ganze Spiel dann einfach saugen, anstatt Geld auszugeben. Dann kommen bestimmt noch irgendwelche Patches raus, die die Sprache und das ganze Game auf deutsch umändern und das wars dann. Wo ist nun das gesetz?
Anstatt so dumme Verbote aufzustellen sollten die sich mit etwas besserem beschäftigen, weiß jetzt spontan nix, aber es gibt bestimmt genug.
schalke_fan
Zitat:
Original von Drunken-Li-Dragon
Anstatt so dumme Verbote aufzustellen sollten die sich mit etwas besserem beschäftigen, weiß jetzt spontan nix, aber es gibt bestimmt genug.


naja, nen anfang wärs doch schonmal die wahren ursachen für die "gewaltbereitschaft der heutigen jugend" z bekämpfen, anstatt als alibi immer die bösen killerspiele ranzuziehen
conflict
Was wollen sie? Shooter verbieten? ZITTERN Ich werde sie alle umbringen!!! BÖSE


Schon wieder diese Diskussion über Killerspiele? MÜDE
u4u|Daywalker
ZUXXEZ: Offener Brief zum Thema 'Killerspiele'

10.03.06 - Die ZUXXEZ Entertainment AG (Eearth 2160 PC) wendet sich in einem offenen Brief an die Innenministerkonferenz zur Diskussion um so genannte 'Killerspiele'. ZUXXEZ sieht die Industruie durch unreflektierte Äußerungen zahlreicher Politiker zu Unrecht in ein schlechtes Licht gesetzt.

Mit dem offenen Brief will ZUXXEZ den Druck erhöhen, um eine sachliche Diskussion zwischen den beiden Lagern zu starten.

http://www.gfdata.de/archiv03-2006-gamefront/Offenerbrief.pdf

Quelle: www.gamefront.de
conflict
Find ich gut das sich jetzt mal jemand dafür einsetzt. Die Politiker haben keine Ahnung und wettern einfach gegen das Nächstbeste was sie finden. Ich find man sollte sich dann auch um Online Rollenspiele wie zB.
World of Warcraft, Gedanken machen. Diese haben zwar andere Aspekte aber wenn man Shooter als Gefahr hinstellt sind es diese Spiele auch.
u4u|Daywalker
noch mehr dummer Schwachsinn:

Absurd: Gesetz gegen Medienkonsum drucken

Die Diskussion um ein Verbot sogenannter "Killerspiele" (wir berichteten mehrfach) treibt immer neue Blüten. Die zweifelhafte Krönung der Debatte hat nun Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachen, aufgestellt. Er fordert: Den Medienkonsum von Jugendlichen per Gesetz einzuschränken. Das sei, so schreibt Spiegel Online das "beste Rezept gegen Gewaltspiele". Das leicht Konfuse ist: Er gilt gleichzeitig als Gegner von Verboten ganzer Spielegenre. Doch statt den "Killerspielen" die Munition zu klauen, äußerte er sich gegenüber der Hannoverschen Zeitung beispielsweise derart, dass Kinder keine Gelegenheit zum Videospielen hätten, wenn sie in einer Ganztagsschule die Schulbank drücken. Und weil Pfeiffer schon einmal ansetzt, vermutet er hinter Videospielen auch gleich noch einen erklärenden Faktor hinsichtlich des deutschen Pisaergebnisses.

In einem Streitgespräch, das Pfeiffer im Rahmen der CeBit mit Computerspielern geführt hat, bezeichnete er den fünfstündigen Medienkonsum am Tag, den der durchschnittliche männliche Hauptschüler habe", als "krankes Leben." In einer von ihm geführten Studie zu "Gewalt und Medien im Leben von Kindern und Jugendlichen" habe er festgestellt, dass Kinder schlechter in der Schule seien, je mehr sie vor dem Fernseher, dem Computer oder der Spielekonsole verbringen. Wer gar Egoshooter und Kampfspiele spiele, bei dem steige die Gewaltbereitschaft.

Kommentar von Areaxbox.de:
Angesichts solcher Aussagen kann man Herrn Pfeiffer fast dankbar sein. Seine wilden Verknüpfungen von vermeintlichen Kausalzusammenhängen hören sich nicht nur reichlich abenteuerlich an, sondern bieten ein gutes Beispiel, in welche absurde Diskussion das Thema mittlerweile abgerutscht ist. So mag es durchaus Korrelationen zwischen schlechten Leistungen in der Schule und Medienkonsum geben, hier jedoch eine "wenn a, dann b"-Kausalverbindung zu sehen, scheint zu einfach. So könnte übersteigerter Medienkonsum durchaus eine Folge sozialer Kälte innerhalb der eigenen familiären Strukturen sein. Medienkonsum als Rückzug aus der Familie und darin begründete soziale Kälte als Motivation für Gewaltbereitschaft. Auch ein Erklärungsansatz, oder?

Quelle: www.areaxbox.de
DayL.
Zitat:
Original von u4u|Daywalker
In einem Streitgespräch, das Pfeiffer im Rahmen der CeBit mit Computerspielern geführt hat, bezeichnete er den fünfstündigen Medienkonsum am Tag, den der durchschnittliche männliche Hauptschüler habe", als "krankes Leben."

Ich fürchte der Mann führt ebenfalls so eins. ROLLEYES
SnakePlisken
ich glaub das hat auch was mit der Sache zu tun

USK
10.03.2006, 14:43 Erwidert Vorwürfe von CDU/CSU
USK
Vor nicht allzu langer Zeit warfen Vertreter der Parteien CDU und CSU dem Verein Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (kurz USK) u.a. vor, die aktuellen Prüfungen vom Computer- und Videospielen seien mangelhaft.

Laut einem Bericht des Branchenmagazins Gamesmarkt nahm die USK jetzt Stellung zu diesem Vorwurf. Demnach hätte sich die Prüfordnung in den vergangenen Jahren bewährt und sie wird auch in Zukunft herangezogen. Im Vergleich zu anderen Ländern Europas werde in Deutschland aktuell das höchste Niveau beim Jugendschutz erreicht.

Gleichzeitig weist die USK darauf hin, dass in vielen Nachbarstaaten lediglich Empfehlungen für Spiele ausgegeben werden, die dazu noch niedrigere Alterseinstufungen entsprechen.

Quelle

Snake
schalke_fan
Zitat:
Original von u4u|Daywalker
Doch statt den "Killerspielen" die Munition zu klauen, äußerte er sich gegenüber der Hannoverschen Zeitung beispielsweise derart, dass Kinder keine Gelegenheit zum Videospielen hätten, wenn sie in einer Ganztagsschule die Schulbank drücken.


warum net gleich alle ins gefängnis sperren?
dann haben sie auch keine gelegenheit für videospiele und wenn jeder überwacht wird, kann acuh keiner gewalt ausüben
u4u|Daywalker
Deutschland gilt als Vorreiter beim Jugendmedienschutz

Politiker, Regulierer und Forscher waren sich auf dem Medienforum NRW in Köln einig, dass das Modell der Co-Regulierung beim Jugendmedienschutz gut funktioniert und gesetzliche Verschärfungen nicht erforderlich sind. "Die Deutschen fungieren als Vorreiter des Jugendschutzes", erklärte Friedemann Schindler von jugendschutz.net unter Verweis auf die von der Mainzer Kontrolleinrichtung mitbetriebene europäische Beschwerdestelle für illegale und jugendgefährdende Inhalte im Internet. Die deutsche Fraktion werde dort "ein bisschen belächelt" aufgrund ihres Eifers bei der Bekämpfung von Schmutz im Netz. "Wir werden aber auch beneidet, wegen unserer Instrumente, um Jugendschutz durchzusetzen", freute sich Schindler. Ganz zufrieden mit der Situation hierzulande sei er aber noch nicht. So würde sich der Leiter der länderübergreifenden Stelle etwa wünschen, dass die deutschen Provider ähnlich wie in England "Sperrungsmaßnahmen freiwillig durchführen".

Dennoch zeigte sich Schindler überzeugt davon, dass "wir in vielen Bereichen auch Modell für Europa und die Welt sind, etwa beim Umgang mit Suchmaschinen." Er lobte ausdrücklich den Kodex großer in Deutschland tätiger Suchmaschinenbetreiber und Portale, illegale Inhalte nicht mehr in ihren Trefferlisten anzuzeigen. "Das geht weit über das hinaus, was von der gesetzgeberischen Seite gefordert wird.", betonte Schindler. Auch für Chatrooms oder für die mobile Internetnutzung hofft er nun auf vergleichbare Selbstverpflichtungen der Anbieter.

"Wir sind gut aufgestellt" beim Jugendmedienschutz, konstatierte Günther Krings, Rechtsexperte der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Es handle sich dabei um ein "zentrales Thema der Medienpolitik". Dieser Ansatz dürfe aber nicht zu einer Zensur führen und Inhalte auch für Erwachsene in großem Maßstab nicht mehr zugänglich machen. Er beklagte, sich aus der angelsächsischen Welt bereits Vorwürfe anhören zu müssen, dass die Meinungsfreiheit hierzulande ganz hinten stehe. Im Koalitionsvertrag mit der SPD hatte insbesondere die Union im vergangenen Herbst allerdings noch eine Passage durchgesetzt, der zufolge Schwarz-Rot die Wirksamkeit des im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verankerten Konstrukts "regulierte Selbstkontrolle" baldmöglichst auf den Prüfstand stellen will. Davon war in Köln nicht mehr die Rede.

"Grundsätzlich sind Co-Regulierungssysteme geeignet, effektiven Jugendschutz zu gewährleisten", erteilte Thorsten Held vom Hamburger Hans-Bredow-Instituts anhand einer Studie dem von Deutschland federführend vorangetriebenen Modell die wissenschaftliche Absolution. Der Jugendschutz sei ein Paradefeld dafür – gehe es dort doch um ein hohes Gut, wobei die direkte staatliche Kontrolle aber in den Konflikt mit der Medienfreiheit gerate.

"Zufrieden" mit den Selbstregulierungsmaßnahmen der Wirtschaft zeigte sich ferner Hans Ernst Hanten, Ministerialdirigent beim Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung. Er verwies auf die internationale Anerkennung der Rolle Deutschlands im Bereich der Co-Regulierung beim Jugendmedienschutz. So habe die EU-Kommission sein Haus gebeten, während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 eine Konferenz zu diesem Thema durchzuführen. Dabei soll es auch um die Förderung und Vernetzung von Angeboten gehen, die direkt auf Kinder zugeschnitten sind und bedenklichen Seiten im Netz eine angemessene Alternative gegenüberstellen. Gleichzeitig verschwieg er aber auch nicht Bedenken etwa aus Großbritannien, dass man es etwa im Rahmen der umstrittenen Novelle der EU-Fernsehrichtlinie mit dem Jugendschutz übertreibe.

Quelle: www.heise.de

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Das hört sich doch mal ein wenig erfreulicher an, als der populistische Schwachsinn, der zuletzt zu diesem Thema von einigen Stellen kam.
Thurgood
Nach Bayern und Niedersachsen strebt nun auch Baden-Württemberg ein Verbot von so genannten Computer-"Killerspielen" an. Ministerpräsident Günther Oettinger sagte in Stuttgart, er halte ein Verbot für notwendig, soweit dies durchsetzbar sei.

Zuvor hatte Bayerns Innenminister Günther Beckstein angekündigt, eine Verschärfung des Gewaltverherrlichungs-Paragraphen 131 anzustreben. verschärfen. Da "Killerspiele" derzeit nicht unter den Paragraphen 131 des Strafgesetzbuches fielen, müsse dieser präzisiert werden, so Beckstein in den Tagesthemen. Nach den Vorschlägen Becksteins könnten Herstellung, Vertrieb, Kauf und Nutzung menschenverachtender Computerspiele mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann sagte, angesichts der Brutalität mancher Videospiele müssten Zeichen gesetzt werden.

Bei der SPD und den Grünen stieß der Vorschlag auf Skepsis. Ein Verbot sei kein Wundermittel, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Wiefelspütz, der Zeitung "Die Welt". Grünen-Fraktiosngeschäftsführer Volker Beck bezeichnete ein Verbot von Computer-"Killerspielen" ebenfalls als zwecklos. Wer darüber nachdenke, müsste konsequenterweise die gleichen Kriterien auch an Bücher und Filme anlegen, sagte er der "Netzeitung".

Die Debatte um Computer-Killerspiele war nach dem Amoklauf eines 18-Jährigen in einer Schule in Emsdetten wieder aufgeflammt. Der Amokläufer hatte acht Menschen verletzt und sich selbst getötet.

tagesschau.de

[URL=java script:windowOpen('/video/0,1315,OID6166304_RES,00.html',820,700,1
,1);]Interview mit Beckstein[/URL]
Thurgood
Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft will im Kampf gegen Gewaltvideos und so genannte Killerspiele die Gesetzesgrundlagen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten vergleichen. Eine Liste von Spielen und Videos, die in den einzelnen Ländern bereits verboten seien, soll auf der EU-Hompage "InSafe" veröffentlicht werden, um Eltern und Lehrern eine Hilfestellung im Jugendschutz zu geben.

Zuvor hatte sich der Ministerrat grundsätzlich auf ein europaweites Verbot von "Killerspielen" und Gewaltvideos geeinigt. Über die Verbote könnten aber nur die EU-Mitgliedsländer selbst entscheiden, betonte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Die deutschen Regelungen seien im europäischen Vergleich "ausreichend".

Absage an Beckstein

Sie wies damit Forderungen von Bayerns Innenminister Günther Beckstein nach einem gesetzlichen Verbot von "Killerspielen" zurück. Beckstein hatte eine zögerliche Haltung des Gesetzgebers als "verantwortungslos" bezeichnet. Auch die von Beckstein verlangten Verbote im Internet wies Zypries entschieden zurück: "Das ist so, wie wenn wir das Regnen verbieten wollten."

EU-Justizkommissar Franco Frattini sagte zum Abschluss der Tagung der EU-Innen- und Justizminister in Dresden, er persönlich sei der Auffassung, dass es "eine gewisse Verbindung zwischen der wachsenden Gewalttätigkeit von Jugendlichen und der Verbreitung von Killerspielen" gebe. Er forderte einen Verhaltenskodex für die Branche. Durch eine effektive Kontrolle müsse insbesondere der Verkauf an Minderjährige unterbunden werden.

Schäuble will EU-weite Fahndung mit Gendaten

Gestern hatte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble angekündigt, die Fahndung nach Mördern und Sexualverbrechern künftig über eine EU-weite Vernetzung der Gendatenbanken zu verbessern. Er schloss zudem nicht aus, dass Deutschland seine polizeiliche Gendatenbank künftig auch für die USA öffnen könne. Damit könnten etwa Terrorverdächtige aufgespürt werden, die im Bundesgebiet untertauchen.

Frontex soll gestärkt werden

Justizminister Frattini hatte zudem an die Mitgliedstaaten appelliert, die Grenzschutzbehörde Frontex im Kampf gegen den Zustrom von Flüchtlingen vor allem aus Afrika stärker zu unterstützen. Bis zur neuen Flüchtlingswelle im Frühjahr brauchten die Grenzschützer unbedingt Schiffe und Hubschrauber, um eingreifen zu können. Deutschland will eine Unterstützung nach Angaben aus Regierungskreisen prüfen.

tagesschau.de