ApoY2k
Jo... schön, dass es für sowas hier auch ein Forum gibt ^^
Ich starte mal mit nem kleinen Gedicht, das ich im ziemlichen Tiefpunkt meines Lebens geschrieben habe... dürfte so 1 Jahr her sein...
Naja... ein paar Kommentare wären nett ^^
| Zitat: |
Semimas
Er gehört nicht hierher,
Er ist nicht von dieser Welt,
Seine Seele ist traurig, er ist ein Held,
Held und Meister, befiehlt ein Heer.
Er lässt sich nichts gefallen,
Er sagt was er denkt,
Seine Worte schreit er durch Hallen,
Seine Feinde werden in Blut ertränkt.
Er lebt von Friede und Aggression,
Er ist Gott und Teufel,
Ein Engel und Dämon. |
Razer
du wechsels dein reimschema ja wie deine unterhose
ansonsten ganz nett
ApoY2k
Alles Absicht würde ich jetzt sagen wenn ich mir was auf das Gedicht einbilden würde ^^
Is mir garnet aufgefallen, aber... hey, das is modern... denke ich... xD
Razer
| Zitat: |
Original von ApoY2k
Alles Absicht würde ich jetzt sagen wenn ich mir was auf das Gedicht einbilden würde ^^
Is mir garnet aufgefallen, aber... hey, das is modern... denke ich... xD |
wärs modern hätte es wohl eher keinen reim... aber ausnahmen und so weiter oder
aber drehst du den reim in der 2. strophe in nen umklammernden reim und schreibst noch ne 4. dreizeilige strophe haste nen sonett... das hört sich doch schon viel krasser an oder?
ApoY2k
Ich bin einfach meiner Zeit vorraus *rofl*
ApoY2k
Nun denn, jetzt ist es Zeit mein bisher längstes Werk zu präsentieren. Ist als Kurzgeschichte gedacht, die man nicht gleich komplett liest.
Daher werde ich auch hier jeden Teil einzeln veröffentlichen und auf ein paar Kommentare warten bevor der nächste kommt.
Das hat den Grund, dass man einfach den Schreibstil nicht so lange durchhält, er hat nur die gewollte Wirkung wenn er sich auf kurze Stücke konzentriert.
Also, hier die Geschichte...
Solitarium - Teil 1 - Ein ganz normaler Abend
Die Uhr stand still.
Sie stand schon eine ganze Weile still.
Doch niemand wusste, warum.
Obwohl es eine bekannte Uhr war.
Es war nämlich die Turmuhr des Dorfes.
Mit zweitausend Einwohnern mag es für manchen nicht mal ein Dorf sein.
Doch jeder kannte die Turmuhr des Dorfes.
Denn sie war schön.
Schön und groß.
Man konnte sie von überall sehen.
Denn der Turm stand auf einem Hügel.
In der Nacht war sie beleuchtet.
Doch nun stand sie still.
Trotz der Dämmerung hatte man das Licht noch nicht eingeschaltet. Wozu auch.
Sie stand ja still.
Jemand musste vergessen haben, sie aufzuziehen.
Warum ich euch das erzähle? Nun.
Die Turmuhr war der Anfang einer Reihe seltsamer Geschehnisse in diesem Dorf.
Mit ihr fing es an.
Nachdem sie ihren Dienst zwanzig Jahre gewissenhaft gefolgt war, stand sie nun still.
Doch in diesen Tagen interessierte das niemanden.
Denn niemand achtete auf sie.
Was für viel mehr Aufsehen sorgte, waren die Autos.
Denn sie standen auch still.
Jedoch hatten sie im Gegensatz zu der Turmuhr Licht. Der Motor eines Manchen lief sogar noch.
Doch niemand saß hinter dem Steuer. Sie standen einfach nur auf der Straße.
Mit Licht.
Doch ich bekam nichts davon mit.
Ich war daheim, vor dem Fernseher.
Es lief ein Dokumentarfilm.
Über Affen.
Forscher hatten sie eingesperrt, um ihre Verhaltensmuster zu studieren.
Ich fand es damals schon sadistisch, Lebewesen nur zu Forschungszwecken einzusperren.
Diese Tiere hatten auch eine Würde.
Aber ich sah ihn mir an.
Es war langweilig.
Da wir damals keine Fernbedienung hatten, war ich zu faul umzuschalten.
Unsere Uhr schlug noch.
Halb elf.
Es war schon lange dunkel geworden.
Normalerweise kamen um diese Zeit meine Eltern nach Hause.
Besser gesagt mein Vater.
Er hatte sich vor langer Zeit scheiden lassen.
Als ich zwei Jahre alt war, haben sie sich dazu entschieden.
Es sei besser für meine Zukunft.
Und wie sah meine Zukunft aus?
Ich saß mit fünf Kilo zuviel auf den Rippen und einer Tüte Chips mitten in der Nacht vor dem Fernseher.
Es kam Werbung.
Ich sah ein weiteres mal auf die Uhr.
Fünf Minuten nach Elf.
Aber mein Vater war immer noch nicht da.
u4u|Daywalker
gefällt mir sehr gut, sowohl vom Stil auch als von Inhalt! Freu mich schon auf den nächsten Teil.
Wildcat
ich find es hört sich sehr interessant an, da fragt man sich gleich wie es weitergeht.
durch die ganzen details kann man sich ja ziemlich gut in die person reinversetzen, das mag ich