BP schließt größtes US-Ölfeld - Ölpreis steigt

Thurgood
Der britische Ölproduzent BP hat nach der Entdeckung eines Lecks in einer Pipeline damit begonnen, das größte Ölfeld in den USA zu schließen.

Zunächst müsse der Schaden am Prudhoe Bay in Alaska begutachtet werden, um sicherzustellen, dass es zu keinen Umweltbelastungen komme, teilte der Konzern am Sonntag mit. Der Ölpreis stieg daraufhin.

In Prudhoe Bay werden etwa acht Prozent des Öls für den US-Markt gefördert. Mit der vorübergehenden Schließung wird die tägliche Produktionsmenge um 400.000 Barrel reduziert. Weltweit nimmt die Fördermenge pro Tag damit um ein halbes Prozent ab.

Am Ölmarkt schürten die BP-Nachrichten am Montag neben den Meldungen über die anhaltende Gewalt im Nahen Osten unter Händlern zusätzliche Sorgen vor Versorgungsengpässen: Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl stieg um 1,24 Dollar auf 76,00 Dollar. Ein Barrel der europäischen Leitsorte London Brent kostete 77,20 Dollar und damit 1,03 Dollar mehr.

BP hält an Prudhoe Bay gut 25 Prozent. Beteiligt sind auch die beiden US-Ölkonzerne ConocoPhillips und Exxon Mobil.

reuters.com