Gedichtsinterpretation

Chira
Hey, ich hab da n Problem mit dem Gedicht "Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens" von Rainer Maria Rilke...ich muss bis morgen ne stichwortartige Interpretation davon machen, aber ichhab keine Ahnung was der mit diesem Gedicht ausdrücken will. Ich hab mich echt hingesetzt und überlegt, aber ist nicht viel dabei rausgekommen...

Wenn ihr ne Idee habt wär das echt sehr hilfreich!



Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
aber wie klein auch, noch ein letztes
Gehöft von Gefühl. Erkennst du's?
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,
manches umher, manches gesicherte Bergtier,
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel
kreist um der Gipfel reine Verweigerung. - Aber
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens....
Razer
also erstmal gehört ja zur interpretation mehr als nur die deutung
also kannst du schonmal schreiben, dass es ein modernes gedicht mit vielen ?chiffren? ist... kein plan mehr wie das genau heißt ^^

aber das hattet ihr ja sicher im unterricht und ich versuch mal meine deutung darzustellen:

Das lyrische Ich spricht den Leser direkt an.
Da das Herz ein Symbol für Liebe, Gefühle und Verletzlichkeit des Menschen ist, hat es in diesem Gedicht eine Schlüsselfunktion.
Es wird verglichen mit einer Berglandschaft.

"und höher, aber wie klein auch, noch ein letztes Gehöft von Gefühl."
-> Der Mensch, dem dieses Herz gehört scheint ziehmlich kalt zu sein und empfindet kaum noch gefühle
-> nicht eindeutig, wer dieser Mensch ist

"Hier blüht wohl einiges auf;"
-> Das Herz ist der Ursprung aller Gefühle


da findet man noch richtig viel....würde das auch noch gerne weitermachen, habe aber nicht emhr soviel zeit, da ich gleich weg will
Chira
Zitat:
Original von Razer
ein modernes gedicht


1914 ^^

vielen dank schonmal, jetzt kann ich wenigstens n bißchen was dazu sagen