Krone
Gelsenkirchen/Dresden - Schalke 04 hat offenbar einen Millionen-Deal an Land gezogen.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung verkündet der Bundesligist am Dienstag den Einstieg des russischen Energiekonzerns Gazprom ab der kommenden Saison.
Angeblich bezahlt Gazprom als neuer Haupt- und Trikotsponsor rund 100 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren.
Mit FCB auf Augenhöhe
Im Erfolgsfall könnten für die Königsblauen angeblich sogar bis zu 125 Millionen herausspringen.
Damit liegt Schalke nun in einer Preisklasse mit den Bayern, die von T-Com knapp 20 Millionen Euro pro Spielzeit kassieren.
"Es lohnt sich, zu kommen"
Offiziell geht es bei der Pressekonferenz am Dienstag in Dresden um die Bekanntgabe einer Kooperation mit dem FC Zenit St. Petersburg. Inoffiziell wird dort der Deal mit Gazprom bekanntgegeben.
"Es lohnt sich, am Dienstag nach Dresden zu kommen", sagt Schalkes Präsident Gerd Rehberg, "lassen Sie sich überraschen."
Gazprom will in Deutschland Fuß fassen
Zu gleicher Zeit treffen sich am Dienstag in Dresden auch Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Spitzenpolitiker bei der Verkündigung von Gazproms Einstieg bei Königsblau anwesend sind.
Der russische Energiekonzern verspricht sich von dem Engagement einen Anstieg des Bekanntheitsgrads in Deutschland.
Aufgrund neuer EU-Energie-Richtlinien können bald auch Endverbraucher ihr Gas direkt von Gazprom beziehen.
Schalke mit Finanzproblemen
Schalke wäre mit dem Deal auf einem Schlag alle finanziellen Sorgen los. Die Verbindlichkeiten belaufen sich derzeit auf 120 Millionen Euro.
Der Uefa-Cup-Sieger von 1997 hat bereits 2003 vom Finanzmakler Stephen Schechter eine Anleihe in einem hohen zweistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen.
Tönnies und Schröder fädeln Deal ein
Treibende Kraft hinter dem gigantischen Geschäft soll S04-Vorstand Clemens Tönnies gewesen sein. Über Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der bei Gazprom einen Sitz im Aufsitzrat hat, wurde der Kontakt hergestellt.
Kein Wunder, dass Tönnies nach dem Uefa-Cup-Aus und den damit entgangenen Millionen gelassen reagierte: "Ich mache mir keine Sorgen, wir haben noch einiges in der Pipeline." Ein passendes Wortspiel.
Tönnies soll bei den Verhandlungen durchgesetzt haben, dass Schalke trotz des großen finanziellen Volumens der Abmachung nichts von seiner Eigenständigkeit verliert.
Keine Mitsprache für Gazprom
Die Königsblauen kassieren "Kohle" von Gazprom. Der Konzernname kommt dafür auf die Trikots, die Russen bekommen aber weder einen Platz im Aufsichtsrat noch im Vorstand.
Der Vertrag des bisherigen Trikot-Sponsors Viktoria, der jährlich 7,5 Millionen Euro bezahlt, läuft am Saisonende aus. Viktoria soll aber als Partner der Schalker erhalten bleiben.
Das ist Gazprom:
Gazprom ist das weltweit größte Erdgasförderunternehmen und das größte Unternehmen Russlands.
Der ehemalige Staatskonzern, der 1998 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, ist heute mit rund 330.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber des Landes.
Geht es nach dem Börsenwert, ist Gazprom die drittgrößte Aktiengesellschaft der Welt, größer als BP oder Microsoft.
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern 9,1 Milliarden Euro.
Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stieg der Gewinn 2006 um 141 Prozent, der Aktienpreis hat sich nahezu vervierfacht.
Quelle
PS: Aus meiner Sicht ein Sechser im Lotto für den Verein, vor allen Dingen wenn man sich die Rahmenbedingungen anschaut.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung verkündet der Bundesligist am Dienstag den Einstieg des russischen Energiekonzerns Gazprom ab der kommenden Saison.
Angeblich bezahlt Gazprom als neuer Haupt- und Trikotsponsor rund 100 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren.
Mit FCB auf Augenhöhe
Im Erfolgsfall könnten für die Königsblauen angeblich sogar bis zu 125 Millionen herausspringen.
Damit liegt Schalke nun in einer Preisklasse mit den Bayern, die von T-Com knapp 20 Millionen Euro pro Spielzeit kassieren.
"Es lohnt sich, zu kommen"
Offiziell geht es bei der Pressekonferenz am Dienstag in Dresden um die Bekanntgabe einer Kooperation mit dem FC Zenit St. Petersburg. Inoffiziell wird dort der Deal mit Gazprom bekanntgegeben.
"Es lohnt sich, am Dienstag nach Dresden zu kommen", sagt Schalkes Präsident Gerd Rehberg, "lassen Sie sich überraschen."
Gazprom will in Deutschland Fuß fassen
Zu gleicher Zeit treffen sich am Dienstag in Dresden auch Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Spitzenpolitiker bei der Verkündigung von Gazproms Einstieg bei Königsblau anwesend sind.
Der russische Energiekonzern verspricht sich von dem Engagement einen Anstieg des Bekanntheitsgrads in Deutschland.
Aufgrund neuer EU-Energie-Richtlinien können bald auch Endverbraucher ihr Gas direkt von Gazprom beziehen.
Schalke mit Finanzproblemen
Schalke wäre mit dem Deal auf einem Schlag alle finanziellen Sorgen los. Die Verbindlichkeiten belaufen sich derzeit auf 120 Millionen Euro.
Der Uefa-Cup-Sieger von 1997 hat bereits 2003 vom Finanzmakler Stephen Schechter eine Anleihe in einem hohen zweistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen.
Tönnies und Schröder fädeln Deal ein
Treibende Kraft hinter dem gigantischen Geschäft soll S04-Vorstand Clemens Tönnies gewesen sein. Über Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der bei Gazprom einen Sitz im Aufsitzrat hat, wurde der Kontakt hergestellt.
Kein Wunder, dass Tönnies nach dem Uefa-Cup-Aus und den damit entgangenen Millionen gelassen reagierte: "Ich mache mir keine Sorgen, wir haben noch einiges in der Pipeline." Ein passendes Wortspiel.
Tönnies soll bei den Verhandlungen durchgesetzt haben, dass Schalke trotz des großen finanziellen Volumens der Abmachung nichts von seiner Eigenständigkeit verliert.
Keine Mitsprache für Gazprom
Die Königsblauen kassieren "Kohle" von Gazprom. Der Konzernname kommt dafür auf die Trikots, die Russen bekommen aber weder einen Platz im Aufsichtsrat noch im Vorstand.
Der Vertrag des bisherigen Trikot-Sponsors Viktoria, der jährlich 7,5 Millionen Euro bezahlt, läuft am Saisonende aus. Viktoria soll aber als Partner der Schalker erhalten bleiben.
Das ist Gazprom:
Gazprom ist das weltweit größte Erdgasförderunternehmen und das größte Unternehmen Russlands.
Der ehemalige Staatskonzern, der 1998 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, ist heute mit rund 330.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber des Landes.
Geht es nach dem Börsenwert, ist Gazprom die drittgrößte Aktiengesellschaft der Welt, größer als BP oder Microsoft.
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern 9,1 Milliarden Euro.
Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stieg der Gewinn 2006 um 141 Prozent, der Aktienpreis hat sich nahezu vervierfacht.
Quelle
PS: Aus meiner Sicht ein Sechser im Lotto für den Verein, vor allen Dingen wenn man sich die Rahmenbedingungen anschaut.