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Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat Paris den «Rückfall ins Mittelalter» prophezeit. Grund ist ein Gesetzentwurf, der die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt.

Der Konflikt zwischen Frankreich und der Türkei wegen der Armenier-Frage hat sich verschärft: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan forderte Frankreich dringend, einen Gesetzentwurf fallen zu lassen. Mit diesem soll die Leugnung des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 90 Jahren unter Strafe gestellt werden.
Damit fordere Frankreich die Europäische Union und ihre Grundwerte heraus, sagte Erdogan am Dienstag in Ankara. Denn eines der wichtigsten Kriterien der EU sei die Meinungs- und Gedankenfreiheit. «Mit diesem falschen Schritt wird sich für die Türkei nichts ändern, für Frankreich jedoch viel.»
Wenn Frankreich, das als Vorkämpfer der Aufklärung in Europa gelte, «nicht ins finstere Mittelalter zurückkehren» wolle, müsse dieses Gesetz unbedingt fallen gelassen werden, sagte Erdogan. Der Entwurf soll am Donnerstag in der französischen Nationalversammlung beraten werden.
Auch das Pariser Außenministerium hat sich erneut von dem Gesetzentwurf distanziert, «der in unseren Augen nicht notwendig ist und die Regierung zu nichts verpflichtet». Auch Staatspräsident Jacques Chirac hatte sich bei seinem jüngsten Besuch in Armenien kritisch zu dem Gesetzesvorhaben geäußert, «das Streit auslöst».
Ein großer Teil der Abgeordneten der Regierungspartei UMP wird sich an der Abstimmung nicht beteiligen, was die Chancen erhöht, dass das umstrittene Vorhaben angenommen werden könnte.
Die Türkei gibt zu, dass es während der Massenvertreibung der Armenier Tote gab, bestreitet jedoch, dass es sich um einen geplanten Massenmord gehandelt habe.
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netzeitung

Der Konflikt zwischen Frankreich und der Türkei wegen der Armenier-Frage hat sich verschärft: Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan forderte Frankreich dringend, einen Gesetzentwurf fallen zu lassen. Mit diesem soll die Leugnung des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 90 Jahren unter Strafe gestellt werden.
Damit fordere Frankreich die Europäische Union und ihre Grundwerte heraus, sagte Erdogan am Dienstag in Ankara. Denn eines der wichtigsten Kriterien der EU sei die Meinungs- und Gedankenfreiheit. «Mit diesem falschen Schritt wird sich für die Türkei nichts ändern, für Frankreich jedoch viel.»
Wenn Frankreich, das als Vorkämpfer der Aufklärung in Europa gelte, «nicht ins finstere Mittelalter zurückkehren» wolle, müsse dieses Gesetz unbedingt fallen gelassen werden, sagte Erdogan. Der Entwurf soll am Donnerstag in der französischen Nationalversammlung beraten werden.
Auch das Pariser Außenministerium hat sich erneut von dem Gesetzentwurf distanziert, «der in unseren Augen nicht notwendig ist und die Regierung zu nichts verpflichtet». Auch Staatspräsident Jacques Chirac hatte sich bei seinem jüngsten Besuch in Armenien kritisch zu dem Gesetzesvorhaben geäußert, «das Streit auslöst».
Ein großer Teil der Abgeordneten der Regierungspartei UMP wird sich an der Abstimmung nicht beteiligen, was die Chancen erhöht, dass das umstrittene Vorhaben angenommen werden könnte.
Die Türkei gibt zu, dass es während der Massenvertreibung der Armenier Tote gab, bestreitet jedoch, dass es sich um einen geplanten Massenmord gehandelt habe.
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