Fliegerbombe explodierte an Autobahnbaustelle

Thurgood


Ein Bauarbeiter starb. Krater nach Detonation.

Aschaffenburg (ag). Bei der Explosion einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist gestern, Montag, ein Bauarbeiter an einer Autobahnbaustelle unweit von Aschaffenburg in Bayern ums Leben gekommen.

Der Mann hatte mit einer Fräsmaschine an der Autobahn Frankfurt-Würzburg gearbeitet und die Explosion des Sprengkörpers ausgelöst. Die Detonation riss einen mehrere Meter breiten Krater in die Fahrbahn. Vier Autofahrer, die an der Baustelle vorbei gefahren waren, wurden verletzt.

Nach ersten Einschätzungen der Polizei hat sich die Fliegerbombe unter dem Fahrbelag der Autobahn befunden. "Wir wissen noch nicht genau, was da detoniert ist", sagte ein Polizei-Sprecher. Dass es sich um ein Kriegsrelikt handelt, stehe jedoch fest.

Die Autobahndirektion Nordbayern geht davon aus, dass die Bombe bei Bauarbeiten in den 50er Jahren übersehen wurde. "Damals wurde offenbar knapp an dem Sprengkörper vorbei gebaggert", sagte der Leiter der Dienststelle Würzburg.

Erst am Wochenende wurde eine 70 Kilogramm schwere Fliegerbombe bei Bauarbeiten bei Fürstenwalde im Nordosten Deutschlands kontrolliert gesprengt.

diepresse.com