Multiple-Choice-Prüfungen: In vielen Fällen rechtswidrig

Thurgood
Durchgefallene Prüfungskandidaten können in vielen Fällen auf eine neue Chance hoffen. Das seit Jahren übliche Multiple-Choice-Verfahren - im Rechtsjargon auch "Antwort-Wahl-Verfahren" genannt - ist einem Grundsatzurteil zufolge in vielen Fällen rechtswidrig.

Ein bislang erfolgloser BWL-Student der Universität Köln darf nach einem nicht anfechtbaren Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster seine Vordiplom-Prüfung wiederholen, weil das dabei verwendete Multiple-Choice-Verfahren fehlerhaft gewesen sei. "Diesem Urteil zufolge ist ein Großteil der zum Beispiel in Hochschulen, Fahrschulen, Sport- und Hobbyvereinen angewendeten Multiple-Choice-Prüfungen rechtswidrig", sagte der Anwalt des Studenten, Christian Birnbaum, am Freitag. (AZ: 14B 1035/06)

Die Verwaltungsrichter begründeten ihr Urteil mit zahlreichen Mängeln des Multiple-Choice-Verfahrens. "Der Prüfling hat keine Möglichkeit, die von ihm gewählte Antwort zu begründen und so zusätzliche Grundlagen für die Bewertung seiner Prüfungsleistung durch die Prüfer zu schaffen" heißt es in dem Beschluss. Die Prüfungsmethode berge auch ein hohes, bei 50 Prozent liegendes Rate-Risiko. Außerdem äußerte das Gericht Zweifel daran, ob die Auswertungsmethode bei solchen Tests geeignet ist, zuverlässig die Qualifikation der Geprüften festzustellen.

n-tv.de
MarioW53
Das ist auch vollkommen richtig so.

Ich bin selbst auch Prüfer, und bei nem falschen Kreuz kann ich als Prüfer auch nix mehr machen, aber bei einer offenen Frage habe ich als Prüfer immer die Möglichkeit, noch ein paar Teilpunkte zu geben, selbst wenn es auf die schöne Schrift ist, wenn es so ein Wackelkandidat ist...

Weg damit...
Ulmer Spatz
Naja, das mag ja nicht mehr so meine Sorge sein. Ich hab jetzt im Juli diesen Jahres erfolgreich meine Prüfung zum Kaufmann im Einzelhandel abgelegt, und da waren es glücklicherweise noch Multiple-Choice-Fragen. Diejenigen, die 2004 die Ausbildung begonnen hatten, haben nun die offenen Fragen BIG GRIN
Tomes1988Munich
ich hab ne geteilte meinung dazu.
einerseits find ichs in der schule( vorallem in englisch) ziemlich schlecht.
andererseits find ichs in der theorieprüfung gut,weil sie dadurch viel einfacher wird,meiner meinung nach.
Razer
Zitat:
Original von Tomes1988Munich
ich hab ne geteilte meinung dazu.
einerseits find ichs in der schule( vorallem in englisch) ziemlich schlecht.
andererseits find ichs in der theorieprüfung gut,weil sie dadurch viel einfacher wird,meiner meinung nach.

und was hast du davon wenns einfacher wird?
alle haben ne bessere note und wissen trotzdem nicht mehr...
Test sind doch nunmal dafür da den Leistungsstand festzustellen
Tomes1988Munich
siehs mal von der seite: du hast gebüffelt wie ein tier und du hast es auch drauf.
jetzt kommt so ne multiple-choice aufgabe und du verkackst die,aus verschiedenen gründen,und sei es auch nur ,dass sie dich verunsichert...aber du hast es im prinzip drauf.

wie gesagt,in der theorie prüfung find ich das noch ok,aber im englisch unterricht finde ich geht das mal gar nicht!!