Thurgood
Das Bundesverfassungsgericht befasst sich heute mit heimlichen Vaterschaftstests. Der Erste Senat des Karlsruher Gerichtes verhandelt über eine Beschwerde eines Mannes, der seine Vaterschaft anzweifelt und heimlich einen Test mit DNA-Material durchführen ließ. Das Ergebnis war nach seiner Aussage, dass er nicht Vater des Kindes sei.
Die darauf gestützte Vaterschaftsanfechtungsklage war vor dem Oberlandesgericht aber ohne Erfolg. Der Kläger scheiterte auch vor dem Bundesgerichtshof. Die Richter argumentierten, dass die Untersuchung des genetischen Materials eines anderen Menschen ohne dessen ausdrückliche Zustimmung gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verstoße und rechtswidrig sei.
Kein schnelles Urteil zu erwarten
Zur Verhandlung wird auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) erwartet. Sie lehnt heimliche Tests ab. Die Karlsruher Richter werden wohl erst im kommenden Jahr über die Beschwerde entscheiden.
Für einen Vaterschaftstest mit DNA-Analyse genügt eine Speichelprobe mit wenigen Zellen des Kindes und des vermuteten Vaters. Im Internet bieten Labore die Untersuchung für unter 300 Euro an. Schätzungen zufolge stammen fünf bis zehn Prozent aller Kinder nicht vom vermeintlichen Vater.
tagesschau.de
Die darauf gestützte Vaterschaftsanfechtungsklage war vor dem Oberlandesgericht aber ohne Erfolg. Der Kläger scheiterte auch vor dem Bundesgerichtshof. Die Richter argumentierten, dass die Untersuchung des genetischen Materials eines anderen Menschen ohne dessen ausdrückliche Zustimmung gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verstoße und rechtswidrig sei.
Kein schnelles Urteil zu erwarten
Zur Verhandlung wird auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) erwartet. Sie lehnt heimliche Tests ab. Die Karlsruher Richter werden wohl erst im kommenden Jahr über die Beschwerde entscheiden.
Für einen Vaterschaftstest mit DNA-Analyse genügt eine Speichelprobe mit wenigen Zellen des Kindes und des vermuteten Vaters. Im Internet bieten Labore die Untersuchung für unter 300 Euro an. Schätzungen zufolge stammen fünf bis zehn Prozent aller Kinder nicht vom vermeintlichen Vater.
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