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Die russischen Öllieferungen nach Europa sind nach Angaben des slowakischen Pipelinebetreibers Transpetrol wieder aufgenommen worden. Das Öl aus Russland fließe wieder seit 15.30 Uhr, sagte ein Vertreter des Unternehmens der Prager Nachrichtenagentur CTK. Eine Bestätigung der russischen Seite liegt bislang nicht vor.

Zuvor hatte bereits die weißrussische Regierung eine Einigung im Ölstreit mit Russland verkündet. Offiziell wurde diese von der russischen Regierung bisher nicht bestätigt. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko habe seine Regierung aufgefordert, die Rücknahme der umstrittenen Durchleitungsgebühr für russisches Rohöl in Richtung Westen zu prüfen, meldete die russische Agentur Interfax aus Minsk.
Die weißrussische Präsidialverwaltung teilte mit, Lukaschenko habe sich bei einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin auf einen Kompromiss geeinigt. Die russische Darstellung war zunächst deutlich zurückhaltender. Die von Weißrussland zum Jahresbeginn eingeführte Durchleitungsgebühr war von russischer Seite als größtes Hindernis auf dem Weg zu einer Einigung bezeichnet worden.
Am Montag hatte Russland die Ölleitung "Druschba" (Freundschaft) durch Weißrussland geschlossen und damit auch die Versorgung mehrerer europäischer Länder beeinträchtigt. Die Pipeline gabelt sich in Weißrussland. Der südliche Zweig versorgt unter anderem Ungarn, Tschechien und die Slowakei, der nördliche Deutschland und Polen.
Trotz der Unterbrechung der russischen Öllieferungen drohen in Deutschland nach Worten von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) keine Engpässe. "Die Versorgung der Industrie und der Autofahrer mit Kraftstoff ist mittelfristig gesichert", sagte Tiefensee im brandenburgischen Schwedt. "Wir können absolute Sicherheit garantieren", sagte er mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate. Tiefensee widersprach Forderungen nach längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke und forderte mehr Bio- und synthetische Kraftstoffe.
Die Schwedter PCK Raffinerie fuhr ihre Rohöldestillation unterdessen auf etwa 60 Prozent der Gesamtkapazität herunter. Die Raffinerie werde derzeit über eine Pipeline aus Rostock versorgt, sagte Geschäftsführer Klaus Niemann. Am Mittwoch sei im Hafen der Hansestadt der erste Tanker mit Rohöl für Schwedt gelöscht worden. Eine Reihe von Tankern sei auf dem Weg nach Rostock, um die Versorgung zu sichern, sagte Niemann. Alle drei Tage solle ein Schiff ankommen. Die Lager der Raffinerie mit rund 100.000 Tonnen Rohöl seien noch voll. Vor dem Lieferstopp verarbeitete PCK täglich 31.000 Tonnen Rohöl pro Tag.
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n-tv

Zuvor hatte bereits die weißrussische Regierung eine Einigung im Ölstreit mit Russland verkündet. Offiziell wurde diese von der russischen Regierung bisher nicht bestätigt. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko habe seine Regierung aufgefordert, die Rücknahme der umstrittenen Durchleitungsgebühr für russisches Rohöl in Richtung Westen zu prüfen, meldete die russische Agentur Interfax aus Minsk.
Die weißrussische Präsidialverwaltung teilte mit, Lukaschenko habe sich bei einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin auf einen Kompromiss geeinigt. Die russische Darstellung war zunächst deutlich zurückhaltender. Die von Weißrussland zum Jahresbeginn eingeführte Durchleitungsgebühr war von russischer Seite als größtes Hindernis auf dem Weg zu einer Einigung bezeichnet worden.
Am Montag hatte Russland die Ölleitung "Druschba" (Freundschaft) durch Weißrussland geschlossen und damit auch die Versorgung mehrerer europäischer Länder beeinträchtigt. Die Pipeline gabelt sich in Weißrussland. Der südliche Zweig versorgt unter anderem Ungarn, Tschechien und die Slowakei, der nördliche Deutschland und Polen.
Trotz der Unterbrechung der russischen Öllieferungen drohen in Deutschland nach Worten von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) keine Engpässe. "Die Versorgung der Industrie und der Autofahrer mit Kraftstoff ist mittelfristig gesichert", sagte Tiefensee im brandenburgischen Schwedt. "Wir können absolute Sicherheit garantieren", sagte er mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate. Tiefensee widersprach Forderungen nach längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke und forderte mehr Bio- und synthetische Kraftstoffe.
Die Schwedter PCK Raffinerie fuhr ihre Rohöldestillation unterdessen auf etwa 60 Prozent der Gesamtkapazität herunter. Die Raffinerie werde derzeit über eine Pipeline aus Rostock versorgt, sagte Geschäftsführer Klaus Niemann. Am Mittwoch sei im Hafen der Hansestadt der erste Tanker mit Rohöl für Schwedt gelöscht worden. Eine Reihe von Tankern sei auf dem Weg nach Rostock, um die Versorgung zu sichern, sagte Niemann. Alle drei Tage solle ein Schiff ankommen. Die Lager der Raffinerie mit rund 100.000 Tonnen Rohöl seien noch voll. Vor dem Lieferstopp verarbeitete PCK täglich 31.000 Tonnen Rohöl pro Tag.
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