Aus für Beckham - Real will nicht mehr

QuentinT
Der ehemalige Welt-Fußballer Ronaldo kann schon bald ein Wüstensohn werden, der frühere englische Kapitän David Beckham muss sich seinerseits einen neuen Klub suchen. Der spanische Rekordmeister Real Madrid verkündete am Mittwoch, dass der im Sommer auslaufende Vertrag mit dem 31 Jahre alten Mittelfeldspieler, der bei Real nur noch zweite Wahl ist, nicht verlängert werde. Seit 2003 stand "Becks" in Diensten der Königlichen.



Zudem berichteten diverse Medien in Spanien und Saudi-Arabien, dass dem brasilianischen Stürmer Ronaldo ein äußerst lukratives Angebot von Al-Ittihad in Dschidda vorliegt. Die Saudis sollen dem spanischen Rekordchampion angeblich umgerechnet 20 Millionen Euro als Ablösesesumme für den 29-Jährigen, der noch bis 2008 bei Real unter Vertrag steht, geboten haben.

Ronaldo, der bei Real-Coach Fabio Capello einen schweren Stand hat und zuletzt angeblich auch dem AC Mailand angeboten wurde, würde bei Al-Ittihad seinen ehemaligen Real-Teamgefährten Luis Figo wiedertreffen. Der Portugiese wechselt im Sommer von Inter Mailand ins Königreich.

Bei Real sollen nach Spekulationen diverser Blätter auch noch einige andere Stars, darunter auch Kapitän Raul, auf der Verkaufsliste stehen. Auch mit dem Italiener Antonio Cassano, dem Brasilianer Emerson und Mahamadou Diarra aus Mali werde angeblich nicht mehr geplant. Und auch Coach Fabio Capello ist nach Angaben des Sportblattes Marca nicht unumstritten.
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Thurgood
Beim spanischen Rekordmeister Real Madrid hat das "weiße Ballett" endgültig ausgetanzt: Trainer Fabio Capello strich die beiden Fußball-Ästheten David Beckham und Ronaldo für das Pokal-Achtelfinale gegen Betis Sevilla am Donnerstag (11.01.07) aus dem Kader. Schmollend gab "Becks" daraufhin seinen Wechsel in die USA bekannt.

Beckham reagierte umgehend auf die Ausbootung und erklärte, er wechsle in die amerikanische Major League Soccer (MLS) zum zweimaligen Meister Los Angeles Galaxy. Dort erhält der 31-Jährige einen Fünf-Jahres-Vertrag.

Aber auch die Tage von Ronaldo, der möglicherweise in Saudi-Arabien anheuert, scheinen gezählt. "Wir haben zuletzt unseren Siegeswillen verloren", sagte Capello, der auch Antonio Cassano und Michel Salgado vorerst abservierte.

Nur Bauernopfer?

Dagegen vermuten spanische Medien, dass der Italiener nur Bauernopfer präsentiere. "Capello gibt der Mannschaft die Schuld", schrieb die Zeitung Marca. Die Kluft zwischen Stars und Trainer wird immer größer. "Ich bin es leid, dass man nicht mehr mit mir plant", klagte der frühere Weltfußballer Ronaldo, dem nach Medienberichten in Spanien und Saudi-Arabien bereits ein lukratives Angebot von Al-Ittihad in Dschidda vorliegen soll. Sollten die Saudis tatsächlich die im Raum stehende Ablösesumme von 20 Millionen Euro für den 29 Jahre alten Brasilianer zahlen, scheint ein Abschied vor Vertragsende 2008 wahrscheinlich.

Beckhams besichtigten Häuser in Kalifornien

Schon länger hatten englische Medien spekuliert, Beckham könnte sein Karriere in den USA ausklingen lassen. So soll sich seine Frau Victoria bereits Häuser in Kalifornien angeschaut haben.

Ob mit oder ohne Ronaldo und Beckham ist der vor der Saison von Juventus Turin als Heilsbringer gekommene Capello mehr denn je zum Siegen verdammt. In den Medien wird bereits über mögliche Nachfolger spekuliert, am häufigsten fallen die Namen Vicente del Bosque, der den Klub zwischen 2000 und 2003 zu sieben Titeln geführt hatte, sowie von Chelsea-Trainer Jose Mourinho.

Capello kämpft um seine Zukunft

Capello aber will um seine Zukunft kämpfen: "Ich werde jetzt noch mehr Herz in die Arbeit legen." An einen Rücktritt habe er noch nicht gedacht, "nicht mal für den Bruchteil einer Sekunde." Auch wenn Capello glaubt, dass "die Mehrheit der Spieler" nach wie vor hinter ihm als Trainer stehe, scheint der Rausschmiss von Beckham und Co. nicht bei allen Profis gut anzukommen. "Wir sind eine Mannschaft. Mich ärgert es, dass eine schwarze Liste existiert", sagte Linksverteidiger Roberto Carlos. In der Tageszeitung El Pais wird ein Spieler anonym zitiert: "Der Klub ist ein einziges Chaos."

tagesschau.de