QuentinT
In den 50er Jahren wollte Frankreich laut einem Geheimpapier dem Commonwealth beitreten. Die Queen wäre dann auch in Paris Staatsoberhaupt geworden.

Frankreich hätte heute keinen Präsident Jacques Chirac, wenn in den 50er Jahren Pläne des damaligen französischen Premierministers Guy Mollet umgesetzt worden wären.
Wie aus einem jetzt in London aufgetauchten Geheimpapier hervorgeht, erwägte Mollet einen Beitritt zu dem Staatenbündnis Commonwealth. Die britische Queen wäre in diesem Fall auch in Frankreich Staatsoberhaupt geworden.
Mollet habe 1956 keine Bedenken gehabt, die seinerzeit schon amtierende Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt zu akzeptieren, berichtete die BBC am Montag. Das Amt des französischen Präsidenten in seiner heutigen Form gab es damals noch nicht.
Die Geheimpapiere aus dem September 1956, die Unterredungen zwischen Mollet und dem britischen Premierminister Anthony Eden wiedergeben, wurden bereits vor zwei Jahrzehnten freigegeben. Ihre Brisanz sei aber erst jetzt entdeckt worden, hieß es in der BBC.
Angeblich plante der anglophile Mollet zunächst sogar eine «Union» mit Großbritannien, um sich beim Zusammenbrechen des französischen Kolonialreichs Unterstützung zu sichern. Als Eden dies abgelehnt habe, sei von Mollet der Vorschlag einer Mitgliedschaft im Commonwealth gekommen.
In französischen Archiven gibt es laut BBC allerdings keine Hinweise auf solche Ideen. Erfolgreich waren sie jedenfalls nicht. Ein Jahr nach den Unterredungen der beiden Premierminister gehörte Frankreich zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem Vorläufer der Europäischen Union. Großbritannien stieß erst 1973 zur 1957 gegründeten EWG.
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netzeitung

Frankreich hätte heute keinen Präsident Jacques Chirac, wenn in den 50er Jahren Pläne des damaligen französischen Premierministers Guy Mollet umgesetzt worden wären.
Wie aus einem jetzt in London aufgetauchten Geheimpapier hervorgeht, erwägte Mollet einen Beitritt zu dem Staatenbündnis Commonwealth. Die britische Queen wäre in diesem Fall auch in Frankreich Staatsoberhaupt geworden.
Mollet habe 1956 keine Bedenken gehabt, die seinerzeit schon amtierende Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt zu akzeptieren, berichtete die BBC am Montag. Das Amt des französischen Präsidenten in seiner heutigen Form gab es damals noch nicht.
Die Geheimpapiere aus dem September 1956, die Unterredungen zwischen Mollet und dem britischen Premierminister Anthony Eden wiedergeben, wurden bereits vor zwei Jahrzehnten freigegeben. Ihre Brisanz sei aber erst jetzt entdeckt worden, hieß es in der BBC.
Angeblich plante der anglophile Mollet zunächst sogar eine «Union» mit Großbritannien, um sich beim Zusammenbrechen des französischen Kolonialreichs Unterstützung zu sichern. Als Eden dies abgelehnt habe, sei von Mollet der Vorschlag einer Mitgliedschaft im Commonwealth gekommen.
In französischen Archiven gibt es laut BBC allerdings keine Hinweise auf solche Ideen. Erfolgreich waren sie jedenfalls nicht. Ein Jahr nach den Unterredungen der beiden Premierminister gehörte Frankreich zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), dem Vorläufer der Europäischen Union. Großbritannien stieß erst 1973 zur 1957 gegründeten EWG.
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