Thurgood
Die Marathonverhandlungen zum umstrittenen nordkoreanischen Atomwaffenprogramm haben erstmals zu einem Erfolg geführt. Nordkorea erklärte sich zum schrittweisen Abbau seines Atomprogramms bereit - und erhält im Gegenzug Energiebeihilfen. Das teilten die Chefunterhändler mit.
"Dieses Ergebnis ist wertvoll für den Frieden, die Stabilität und die Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel. Es ist wertvoll, damit die einzelnen Länder ihre Beziehungen verbessern können, und es ist wertvoll für die Harmonie in Ostasien", sagte der chinesische Verhandlungsführer Wu Dawei.
Innerhalb von 60 Tagen soll bereits der erste Reaktor abgeschaltet werden. Für die Schließung seines Atomreaktors in Yongbyon wird der verarmte stalinistische Staat umgehend 50.000 Tonnen Rohöl als Soforthilfe erhalten. Weitere Hilfen in einem Umfang von 950.000 Tonnen Rohöl sollen folgen, wenn die Atomanlagen untauglich gemacht worden sind.
IAEO darf im Land kontrollieren
Wu Dawei las auf der Abschlusssitzung aus der gemeinsamen Erklärung, die von allen Teilnehmerstaaten - den beiden koreanischen Staaten, den USA, China, Japan und Russland - angenommen wurde. Nordkorea wird auch wieder Inspekteure der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) ins Land lassen. Es soll ferner sein gesamtes Atomprogramm offen legen. Strittig ist hier ein Programm zur Anreicherung von Uran, dessen Existenz Pjöngjang bestreitet.
Die USA und Nordkorea vereinbarten die Aufnahme bilateraler Verhandlungen, um ungelöste Probleme in ihren Beziehungen mit dem Ziel einer Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu lösen. Beide Länder wollten daraufhin hinarbeiten, dass Nordkorea von der US-Liste der Staaten genommen werde, die den Terrorismus unterstützen. In fünf Arbeitsgruppen sollen Details beim Abbau des Atomprogramms, Wirtschaftshilfen, eine Normalisierung der Beziehungen sowie ein Friedensvertrag für die koreanische Halbinsel diskutiert werden.
Nordkorea hatte im vergangenen Jahr einen atomaren Sprengsatz getestet und war dafür von den Vereinten Nationen mit Sanktionen belegt worden. Selbst der engste Verbündete China hatte verärgert reagiert.
Japan erwartet noch mehr
Trotz der Erfolgsschritte dämpfte der japanische Außenminister Taro Aso die Erwartungen hinsichtlich der Tragweite der Vereinbarung. Ein Abkommen allein bedeute noch nicht, dass der Konflikt beigelegt sei: "Das ist nur der erste Schritt, und wir müssen sehen, ob konkrete Schritte folgen", sagte Aso in Tokio.
Zudem kündigte er an, sich selbst an den Energiehilfen für Nordkorea nur dann zu beteiligen, wenn es Fortschritte in der Frage der Entführungen japanischer Landsleute durch Nordkorea gebe. Die Regierung in Pjöngjang hatte 2002 zugegeben, für die Entführung von 13 Japanern verantwortlich gewesen zu sein. In der Folge konnten fünf der Verschleppten nach Japan zurückkehren. Die übrigen acht Opfer sind nach Angaben Nordkoreas tot. Japan behauptet, es gebe Indizien, dass die von Nordkorea für tot erklärten Opfer noch leben. Zudem besteht Japan darauf, dass es mehr als nur 13 Entführungsfälle gebe.
Denn sei Japan bereit, sich an einer Bestandsaufnahme zum nordkoreanischen Energiemangel zu beteiligen, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe.
tagesschau.de
"Dieses Ergebnis ist wertvoll für den Frieden, die Stabilität und die Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel. Es ist wertvoll, damit die einzelnen Länder ihre Beziehungen verbessern können, und es ist wertvoll für die Harmonie in Ostasien", sagte der chinesische Verhandlungsführer Wu Dawei.
Innerhalb von 60 Tagen soll bereits der erste Reaktor abgeschaltet werden. Für die Schließung seines Atomreaktors in Yongbyon wird der verarmte stalinistische Staat umgehend 50.000 Tonnen Rohöl als Soforthilfe erhalten. Weitere Hilfen in einem Umfang von 950.000 Tonnen Rohöl sollen folgen, wenn die Atomanlagen untauglich gemacht worden sind.
IAEO darf im Land kontrollieren
Wu Dawei las auf der Abschlusssitzung aus der gemeinsamen Erklärung, die von allen Teilnehmerstaaten - den beiden koreanischen Staaten, den USA, China, Japan und Russland - angenommen wurde. Nordkorea wird auch wieder Inspekteure der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) ins Land lassen. Es soll ferner sein gesamtes Atomprogramm offen legen. Strittig ist hier ein Programm zur Anreicherung von Uran, dessen Existenz Pjöngjang bestreitet.
Die USA und Nordkorea vereinbarten die Aufnahme bilateraler Verhandlungen, um ungelöste Probleme in ihren Beziehungen mit dem Ziel einer Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu lösen. Beide Länder wollten daraufhin hinarbeiten, dass Nordkorea von der US-Liste der Staaten genommen werde, die den Terrorismus unterstützen. In fünf Arbeitsgruppen sollen Details beim Abbau des Atomprogramms, Wirtschaftshilfen, eine Normalisierung der Beziehungen sowie ein Friedensvertrag für die koreanische Halbinsel diskutiert werden.
Nordkorea hatte im vergangenen Jahr einen atomaren Sprengsatz getestet und war dafür von den Vereinten Nationen mit Sanktionen belegt worden. Selbst der engste Verbündete China hatte verärgert reagiert.
Japan erwartet noch mehr
Trotz der Erfolgsschritte dämpfte der japanische Außenminister Taro Aso die Erwartungen hinsichtlich der Tragweite der Vereinbarung. Ein Abkommen allein bedeute noch nicht, dass der Konflikt beigelegt sei: "Das ist nur der erste Schritt, und wir müssen sehen, ob konkrete Schritte folgen", sagte Aso in Tokio.
Zudem kündigte er an, sich selbst an den Energiehilfen für Nordkorea nur dann zu beteiligen, wenn es Fortschritte in der Frage der Entführungen japanischer Landsleute durch Nordkorea gebe. Die Regierung in Pjöngjang hatte 2002 zugegeben, für die Entführung von 13 Japanern verantwortlich gewesen zu sein. In der Folge konnten fünf der Verschleppten nach Japan zurückkehren. Die übrigen acht Opfer sind nach Angaben Nordkoreas tot. Japan behauptet, es gebe Indizien, dass die von Nordkorea für tot erklärten Opfer noch leben. Zudem besteht Japan darauf, dass es mehr als nur 13 Entführungsfälle gebe.
Denn sei Japan bereit, sich an einer Bestandsaufnahme zum nordkoreanischen Energiemangel zu beteiligen, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe.
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