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Original von Shu
@Gin Lai: Sind das deine Worte? Wenn ja, Hut ab! Wenn nicht wär eeine Quellenangabe interessant. |
Hallo Shu,
yep, sind meine Ergüsse.
Dass dir der Text auszugsweise bekannt vorkommt, liegt evtl. daran, dass du ihn schon mal auf der (alten) JKD Cologne Website gelesen hast.
Da ich mich zwischenzeitlich mit einer eigenen Gruppe selbstständig gemacht habe, sind die Artikel und Übersetzungen momentan allerdings nicht online.
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| Und nun noch etwas im Bezug auf euch beide: Das Hammer-principle ist dem "Hand moves first"-Prinricple unterzuordnen, oder? |
Right.
Ohne "Hand Moves First" kein "Hammer Principle".
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Wie ich das verstehe heißt non-telegraphic schlicht, dass man ansatzlos schlägt, der start der schlagbewegung also unerwartet kommt. |
Korrekt!
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| Non-intension ist mehr auf der Gefühlsebene angesiedelt? Stimmt das? Also dass man "geistig" nicht verkrampft und wieder ohne einen "inneren" Widerstand abschießt? |
Nicht aussschliesslich.
Non-Intention verbindet quasi beide "Welten" miteinander.
Einerseits ist es Ausdruck eines wachen, fokussierten Geistes, der frei ist von "inneren Widerständen", wie du so treffend formuliert hast; andererseits, ist es aber auch eine jederzeit abrufbare Technik, die schlicht auf physikalischen Grundlagen basiert.
Guckstu:
Non-Intention (nach Patrick Strong)
Die ursprüngliche Idee entstammt der Chi Sao Übung aus dem Wing Chun.
Im Chi Sao wird vorwärtsgerichteter Druck auf den Gegner ausgeübt. In Folge dessen schnellt immer dann, wenn der Gegner den Kontakt zur Hand abreissen lässt, oder seine Linie verändert, die Hand des Wing Chun Praktizierenden wie eine „los-flitschende“ Bambusstange nach vorne.
Dieses „Nach-vorne-Schnellen“ bedarf keiner Muskelkontraktion; vielmehr bewirkt es ein unmittelbares Lösen der Muskelanspannung. Sowie die Hand nach vorne schiesst, verlagert sich der Schwerpunkt nach vorne, was ein Ungleichgewicht und ein „Aufladen“ (Vorspannung) der Hüfte verursacht.
Bevor die grossen Muskelgruppen überhaupt kontrahieren können, ist der Gegner bereits getroffen; und dem Schlag sind Gewicht und beschleunigte Körpermasse nachgefolgt.
Analog zum Wasser, welches sich vor einem Damm aufstaut: In dem Moment, wo sich ein Riss auftut, strömt das Wasser hindurch - völlig ohne Intention. Wie Bruce zu sagen pflegte: „Nicht Du entscheidest wann Du zuschlägst - „es“ entscheidet für Dich!“
In Vorkampfstellung, wo der Kontakt zum Gegner noch nicht hergestellt ist und es keinen „Federeffekt“ gibt um die Bewegung einzuleiten, bleibt das Prinzip „zu schlagen, ohne die Intention zu schlagen“, dennoch erhalten.
Statt der gezielten Bewegungsabsicht, nutzt man nun die Schwerkraft als "Servo-Mechanismus" um die Bewegung einzuleiten.
Sich ohne Intention zu bewegen wird innerhalb der Wachsamkeitsstellung durch eine leichte Schwerpunktverlagerung nach vorne ermöglicht. Die kleinste Bewegung mit der Führhand reicht nun aus, den Schwerpunkt zu verlagern - ein Übergang den Bruce Lee Schüler Patrick Strong als „Critical Edge“ bezeichnet. Um diese „Critical Edge“ wahrzunehmen, muss man sein Körpergefühl einsetzen.
Wenn sich die Hand nach vorne bewegt, verursacht dies eine leichte Veränderung innerhalb des Schwerpunkts. Wird die Hand plötzlich nach vorne geworfen und gleichzeitig die Anspannung in den stabilisierenden Muskeln gelöst, schiesst man mit minimalem Muskelaufwand nach vorne und entwickelt mühelos enormen Schwung.
Die eigentliche Kontraktion der Muskeln wird erst stattfinden, wenn man sich bereits auf dem Weg zum Ziel befindet, wodurch der eigene Vorstoss unberechenbar, schnell und schlagtechnisch sauber durchgeführt werden kann.
Weil (quasi) ohne Intention zugeschlagen wird, wird der Gegner bereits getroffen sein, bevor er den Schlag überhaupt hat wahrnehmen können.
Bruce hielt in seinen Notizen fest, dass Anspannung und überflüssige Muskelkontraktionen generell wie eine Bremse wirken - somit Geschwindigkeit reduzieren und Kraft vergeuden.
Der Körper agiert besser, wenn man in der Lage ist „loszulassen“ statt zu forcieren.
Gruß,
Michael