Thurgood
Sektenexperten aus 29 Ländern haben vor einer neuen Europastrategie von Scientology gewarnt. "Die Organisation versucht verstärkt, Einfluss auf die Politik auszuüben", sagte Friedrich Griess, Präsident der Europäischen Föderation der Zentren für Forschung und Information über das Sektenwesen (FECRIS) in Hamburg.
So habe es in Brüssel schon einen Gesetzesantrag der Scientologen gegeben und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso habe Scientologen zu Gesprächen mit Religionsvertretern geladen. "Außerdem versucht die Organisation Pluspunkte über Promis wie Tom Cruise oder John Travolta zu sammeln", sagte Wilfried Handl, ein ehemaliges Mitglied von Scientology.
"Es ist mehr als gerechtfertigt, dass der Verfassungsschutz Scientology beobachtet", sagte Handl. Er habe erst 2002 nach seinem Ausstieg gemerkt, wie gefährlich die Organisation sei. "Scientology versucht, das Geld ihrer Mitglieder abzugreifen und ihre Machtstruktur zu bewahren", sagte der Österreicher. Auch Griess betonte, das wahre Ziel der Scientologen sei es, "ein totalitäres System einzuführen". "Die meisten Länder unternehmen nichts, weil die Organisation sehr viel Druck ausüben kann", sagte Handl. Deshalb sei es wichtig, "ein Gegengewicht zu schaffen" und Arbeitsgruppen wie bei der Innenbehörde in Hamburg einzurichten.
Scientology wurde 1954 von dem amerikanischen Science-Fiction-Autor Lafayette Ronald Hubbard (1911-1986) gegründet. Ihre Lehre führt laut Bundesfamilienministerium "häufig zu psychischer und finanzieller Abhängigkeit".
An diesem Sonnabend veranstaltet die FECRIS in Hamburg unter dem Motto "Sekten und Esoterik: Neue Herausforderungen für die Zivilgesellschaften in Europa" erstmals ihren Jahreskongress in Deutschland. Dabei sollen neue Vorgehensweisen gegen Sekten erarbeitet werden. Der Organisation, die 1994 in Paris gegründet wurde, gehören 46 Mitgliedsorganisationen aus 29 Ländern an.
n-tv.de
So habe es in Brüssel schon einen Gesetzesantrag der Scientologen gegeben und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso habe Scientologen zu Gesprächen mit Religionsvertretern geladen. "Außerdem versucht die Organisation Pluspunkte über Promis wie Tom Cruise oder John Travolta zu sammeln", sagte Wilfried Handl, ein ehemaliges Mitglied von Scientology.
"Es ist mehr als gerechtfertigt, dass der Verfassungsschutz Scientology beobachtet", sagte Handl. Er habe erst 2002 nach seinem Ausstieg gemerkt, wie gefährlich die Organisation sei. "Scientology versucht, das Geld ihrer Mitglieder abzugreifen und ihre Machtstruktur zu bewahren", sagte der Österreicher. Auch Griess betonte, das wahre Ziel der Scientologen sei es, "ein totalitäres System einzuführen". "Die meisten Länder unternehmen nichts, weil die Organisation sehr viel Druck ausüben kann", sagte Handl. Deshalb sei es wichtig, "ein Gegengewicht zu schaffen" und Arbeitsgruppen wie bei der Innenbehörde in Hamburg einzurichten.
Scientology wurde 1954 von dem amerikanischen Science-Fiction-Autor Lafayette Ronald Hubbard (1911-1986) gegründet. Ihre Lehre führt laut Bundesfamilienministerium "häufig zu psychischer und finanzieller Abhängigkeit".
An diesem Sonnabend veranstaltet die FECRIS in Hamburg unter dem Motto "Sekten und Esoterik: Neue Herausforderungen für die Zivilgesellschaften in Europa" erstmals ihren Jahreskongress in Deutschland. Dabei sollen neue Vorgehensweisen gegen Sekten erarbeitet werden. Der Organisation, die 1994 in Paris gegründet wurde, gehören 46 Mitgliedsorganisationen aus 29 Ländern an.
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