Thurgood
Hohe Wahlbeteiligung macht Stichwahl spannend
Ein Präsident oder eine Präsidentin? Noch ist bei der Stichwahl in Frankreich alles offen. Schon jetzt zeichnet sich allerdings eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als in der ersten Runde ab. Allein bis zum Mittag gaben 34 Prozent der Franzosen ihre Stimme ab. Eine hohe Wahlbeteiligung könnte die Chancen der in Umfragen zurückliegenen Sozialistin Royal wieder erhöhen.
Seit acht Uhr heute morgen stapeln sich die grauen Briefumschläge in den Urnen der französischen Wahlbüros. Die Wahlberechtigten machen in Frankreich keine Kreuze, sondern müssen einen Zettel in den Umschlag stecken. Darauf steht entweder der Name Nicolas Sarkozy oder Ségolène Royal - Namen von Parteien erscheinen nicht. In einigen Wahlbüros wird auch schon elektronisch gewählt.
"Gewählt, bravo", ermuntert ein Wahlhelfer im 16. Pariser Arrondissement die ersten Bürger, die sich am Morgen bei ihm einfinden. Darunter auch ein älterer Franzose, der den Besuch im Wahllokal gleich mit dem Gang zum Bäcker verbunden hat und nun mit seinem Baguette unterm Arm dasteht: "Ich habe gewählt. Jetzt werde ich das schöne Wetter nutzen und fünf vor acht heute abend wieder zurück sein für die Resultate."
Wahlbeteiligung könnte Ausschlag geben
Die Wahlbeteiligung bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich hatte mit rund 84 Prozent einen der höchsten Werte der vergangenen Jahrzehnte erreicht. Jetzt in der Stichwahl könnte die Wahlbeteiligung eine wichtige Rolle spielen. Denn es sind vor allem die jüngeren, systemkritischen Wahlberechtigten, die den Urnen fernbleiben könnten - also eher das Wählerpotential der Sozialistin Ségolène Royal.
Bei den letzten Präsidentschaftswahlen war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets höher. Je mehr Wahlbeteiligung, desto spannender könnte es noch einmal werden, so einige politische Kommentatoren. Denn die letzten veröffentlichten Umfragen lassen ansonsten einen recht deutlichen Sieg von Sarkozy erwarten. Bis zu 55 Prozent der gültigen Stimmen könnte der Konservative erreichen. Damit blieben Royal nur noch etwa 45 Prozent. Für die Sozialistin wäre das eine schwere Schlappe.
Entsprechend enttäuscht sind viele ihrer Anhänger schon jetzt: "Ich finde, Ségolène Royal hat nicht alles gegeben, was sie drauf hatte. Und Nicolas Sarkozy glaubt, er hat gewonnen", sagt eine Royal-Wählerin. Es ist schon frustrierend, diese ganzen Umfragen zu sehen, die Sarkozy Recht geben."
Sarkozy bereits in Siegerlaune
Im Lager Sarkozys breitet sich tatsächlich schon langsam Partystimmung aus. Gestern abend liefen junge Parteianhänger schon läut grölend durch die Pariser Metro. Und für heute abend hat Sarkozys Wahlkampfteam bereits eine große Siegesfeier auf dem Platz der Concorde am Fuße der Champs-Elysées geplant. Aus dem Lager der Sozialisten sind bisher keinerlei derartige Vorbereitungen bekannt - kaum noch jemand glaubt hier an den Sieg Royals.
Die ersten Wahllokale schließen um 18 Uhr, die letzten in den größten Städten erst um 20 Uhr. Vorher dürfen in Frankreich keinerlei Prognosen veröffentlicht werden. Einige ausländische Medien planen jedoch, wie beim ersten Wahlgang, schon früher Trends der Meinungsforschungsinstitute unter anderem im Internet zu veröffentlichen.
tagesschau.de
Ein Präsident oder eine Präsidentin? Noch ist bei der Stichwahl in Frankreich alles offen. Schon jetzt zeichnet sich allerdings eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als in der ersten Runde ab. Allein bis zum Mittag gaben 34 Prozent der Franzosen ihre Stimme ab. Eine hohe Wahlbeteiligung könnte die Chancen der in Umfragen zurückliegenen Sozialistin Royal wieder erhöhen.
Seit acht Uhr heute morgen stapeln sich die grauen Briefumschläge in den Urnen der französischen Wahlbüros. Die Wahlberechtigten machen in Frankreich keine Kreuze, sondern müssen einen Zettel in den Umschlag stecken. Darauf steht entweder der Name Nicolas Sarkozy oder Ségolène Royal - Namen von Parteien erscheinen nicht. In einigen Wahlbüros wird auch schon elektronisch gewählt.
"Gewählt, bravo", ermuntert ein Wahlhelfer im 16. Pariser Arrondissement die ersten Bürger, die sich am Morgen bei ihm einfinden. Darunter auch ein älterer Franzose, der den Besuch im Wahllokal gleich mit dem Gang zum Bäcker verbunden hat und nun mit seinem Baguette unterm Arm dasteht: "Ich habe gewählt. Jetzt werde ich das schöne Wetter nutzen und fünf vor acht heute abend wieder zurück sein für die Resultate."
Wahlbeteiligung könnte Ausschlag geben
Die Wahlbeteiligung bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich hatte mit rund 84 Prozent einen der höchsten Werte der vergangenen Jahrzehnte erreicht. Jetzt in der Stichwahl könnte die Wahlbeteiligung eine wichtige Rolle spielen. Denn es sind vor allem die jüngeren, systemkritischen Wahlberechtigten, die den Urnen fernbleiben könnten - also eher das Wählerpotential der Sozialistin Ségolène Royal.
Bei den letzten Präsidentschaftswahlen war die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde stets höher. Je mehr Wahlbeteiligung, desto spannender könnte es noch einmal werden, so einige politische Kommentatoren. Denn die letzten veröffentlichten Umfragen lassen ansonsten einen recht deutlichen Sieg von Sarkozy erwarten. Bis zu 55 Prozent der gültigen Stimmen könnte der Konservative erreichen. Damit blieben Royal nur noch etwa 45 Prozent. Für die Sozialistin wäre das eine schwere Schlappe.
Entsprechend enttäuscht sind viele ihrer Anhänger schon jetzt: "Ich finde, Ségolène Royal hat nicht alles gegeben, was sie drauf hatte. Und Nicolas Sarkozy glaubt, er hat gewonnen", sagt eine Royal-Wählerin. Es ist schon frustrierend, diese ganzen Umfragen zu sehen, die Sarkozy Recht geben."
Sarkozy bereits in Siegerlaune
Im Lager Sarkozys breitet sich tatsächlich schon langsam Partystimmung aus. Gestern abend liefen junge Parteianhänger schon läut grölend durch die Pariser Metro. Und für heute abend hat Sarkozys Wahlkampfteam bereits eine große Siegesfeier auf dem Platz der Concorde am Fuße der Champs-Elysées geplant. Aus dem Lager der Sozialisten sind bisher keinerlei derartige Vorbereitungen bekannt - kaum noch jemand glaubt hier an den Sieg Royals.
Die ersten Wahllokale schließen um 18 Uhr, die letzten in den größten Städten erst um 20 Uhr. Vorher dürfen in Frankreich keinerlei Prognosen veröffentlicht werden. Einige ausländische Medien planen jedoch, wie beim ersten Wahlgang, schon früher Trends der Meinungsforschungsinstitute unter anderem im Internet zu veröffentlichen.
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