Nächtliches Alkoholverbot im Südwesten steht

Thurgood
Stuttgart - Einschränkung des Alkoholverkaufs, Lockerung der Sperrzeiten: Auf dieses Paket hat sich die Regierungskoalition nach stundenlangen Diskussionen geeinigt.
Eine Hürde gibt es allerdings noch: Während die CDU den Alkohol von 22 bis 6 Uhr vom Ladentisch verbannen will, legt sich die FDP noch nicht fest. »Wir sind vom Sinn der Maßnahme nicht überzeugt, aber registrieren, dass sie dem Koalitionspartner wichtig ist«, sagte gestern Abend ein Sprecher der FDP-Fraktion.


CDU und FDP einigen sich auf beschränkten Verkauf

Die CDU verspricht sich dagegen von einem Verkaufsverbot, die nächtlichen Alkoholgelage von Jugendlichen auf Supermarkt- Parkplätzen und bei Tankstellen einzudämmen. Dennoch hat die 15-köpfige FDP-Riege in den Kompromiss eingeschlagen, zumal auch die Gegenseite über ihren Schatten springt: Die 69 Unions-Abgeordneten wollen beim Thema Sperrzeiten nachgeben.


Außerdem soll Sperrzeit gelockert werden

Die CDU-Fraktion bietet an, dass Gaststätten während der Woche eine Stunde länger, also bis drei Uhr morgens, öffnen dürfen. Am Wochenende soll die Sperrzeit bis auf die sogenannte Putzstunde zwischen fünf und sechs Uhr ganz entfallen.
Einig sind sich die beiden Regierungspartner auch darin, die Gastronomie nur noch mit der Hälfte der Mehrwertsteuer zu belasten. Bisher bezahlt sie 19 Prozent. Dazu wollen sie eine Bundesratsinitiative auf den Weg bringen. Angestrebt wird auch eine »Deregulierung« im Gaststättenrecht, sodass minderjährige Auszubildende künftig über 22 Uhr hinaus arbeiten können.


Geltungsdauer ist allerdings noch offen

In trockenen Tüchern ist der Deal allerdings noch nicht ganz. Denn die Liberalen zieren sich noch bei der Festlegung der täglichen Geltungsdauer für das Verkaufsverbot von Alkohol. Die CDU hält die Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr für geboten und will darüber auch nicht mehr verhandeln.
Der Koalitionspartner hingegen will erst noch einmal Fachleute dazu befragen. Ob das Verbot um 22 Uhr oder erst um 0 Uhr beginne, sei noch offen, sagte ein Sprecher der FDP-Fraktion.
FDP-Fraktionschef Ulrich Noll legte gestern Wert darauf, dass ein Verkaufsverbot nicht nur für Tankstellen gelten könne, sondern den Alkoholverkauf insgesamt betreffe.

sw-online.de

Ganz großes Kino BIG GRIN
u4u|Wizz
Diese ganze Scheiße bringt mich noch total zur Weißglut.

a) Ich arbeite an einer Tankstelle und ich freue mich schon jetzt tierisch drauf, die ganzen besoffenen Russen die bei uns gegenüber auf dem Parkplatz sitzen zu empfangen und ihnen in langsamen, deutlichen Worten zu sagen, dass sie keinen Alkohol mehr erhalten. Na das wird ein Spaß sag ich euch. In Zukunft müssen wir noch ein Security-Team einstellen.

Viel mehr Sinn würde es machen, wenn es einfach gesetzlich verankert wird, dass Alkohol nur noch gegen Vorlage des Personalausweises ausgegeben werden darf (Gaststätten mal ausgeschlossen) und das Alter hierfür auf 21 Jahre angehoben wird.

Manch einer behauptet auch, es würde sinnvoller sein, wenn es Ausgangssperren für unter 18 Jährige nach 0 Uhr geben würde. Das allerdings halte ich für übertrieben.

Ich mein, dass man diese Gelage irgendwo unterbinden will, finde ich ja super. Aber ich glaube man muss den Ansatz einfach wo ganz anderes machen.

Meine "Jugend" ist ja noch nicht so lange her. Auch wir saßen manchmal irgendwo draußen, gerade im Sommer und haben ein paar Bier getrunken. Aber wir haben weder Sachbeschädigung begangen, noch Personen beleidigt, belästigt oder geschlagen. Die Zustände waren einfach normaler als sie es heute sind.

Ein solch immenses gesellschaftliches Problem lässt sich nicht mit einem Verkaufsverbot von Alkoholika nach 22 Uhr lösen.
ThomasOrli
Ach, wer sich betrinken will, findet immer einen Weg.

Kommen deine Osteuropäisch-Deutschen Freunde halt in Zukunft um 21:30 in deine Tanke und kaufen 5 Flaschen Klaren.

Ich denke das Ganze ändert nichts an dem Problem, dass gerade die Integrationsprobleme solcher Mitbürger eigentlich durch Beschäfftigung und Schaffung wircklicher "Treffpunkts" gelösst werden müssen. Und ich meine hiermit keine "Türkisch-Islamische-Heimatverein", in denen findet keine Integration sondern Isolation statt.
u4u|Wizz
Zitat:
Original von ThomasOrli
Ach, wer sich betrinken will, findet immer einen Weg.

Kommen deine Osteuropäisch-Deutschen Freunde halt in Zukunft um 21:30 in deine Tanke und kaufen 5 Flaschen Klaren.

Ich denke das Ganze ändert nichts an dem Problem, dass gerade die Integrationsprobleme solcher Mitbürger eigentlich durch Beschäfftigung und Schaffung wircklicher "Treffpunkts" gelösst werden müssen. Und ich meine hiermit keine "Türkisch-Islamische-Heimatverein", in denen findet keine Integration sondern Isolation statt.


Das ist richtig!

Aber auch da gibt es Probleme das richtig zu machen.

In vielen Städten wurden Viertel geschaffen, in denen nur Ausländer leben. Warum?

Beispiel Pforzheim:

Das Stadtgebiet Haidach, überwiegend osteuropäische Bürger mit Migrationshintergrund.
Supermärkte in denen Kassiererinnen fast nur russisch sprechen können, in denen es zur Hälfte russische Produkte zu kaufen gibt.
Die Männer arbeiten in Fabriken, überwiegend mit Ausländern, Deutsch wird quasi nicht gesprochen. Die Frauen sind Hausfrauen, schauen russisches Satelliten fernsehen und kaufen in russischen Märkten russische Produkte bei russischen Verkäuferinnen.

Wie soll Integration stattfinden?


Aber, um das Ganze jetzt nicht nur auf Ausländer zu richten. Es gibt auch genug deutsche Jugendliche, die sich da ihren ausländischen Freunden nichts schenken. Möglicherweise ist bei denen nur das Aggressionspotenzial geringer, was vllt ander westlichen Kultur liegt, die sie ja zumindest von der Seite ihrer Eltern evtl kennen.
Krone
Und diese besagten Viertel sind von den Kommunen damals sogar gewollt gewesen.

Aber kaum wird das Thema Integration immer mehr hochgespült wollen sich die Kommunen an ihre damalige Vorgehensweise nicht mehr erinnern und bekommen jetzt die Quittung ihrer damaligen "Ghettoisierung", die aber jetzt nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Integration findet im Kopf statt und die Schaffung von Treffpunkten oder sonstige Integrationsmaßnahmen löst nicht das grundsätzliche Problem vieler im Kopf. Die meisten wollen nämlich lieber in ihren Kreisen bleiben und investieren null Eenrgie in die Integration.

Seit wann kommt der Knochen zum Hund?
u4u|Wizz
Absolut!

Bei uns waren gerade die 80er und 90er im besagten Viertel extrem schlimm und von Gewalt geprägt. Zumindest ist das der Tenor, den ich von Menschen hören, die damals alt genug waren um das mitzubekommen.

In den 90ern wurden dann Jugendtreffs errichtet, in denen den Kindern Deutsch beigebracht wurde, wo sie Hausaufgabenhilfen erhielten, etc. pp.

Und nur wenige Zeit später hat sich die Situation tatsächlich verbessert gehabt.

Doch mit Kürzung der meisten Mittel und immer weniger Personal sind diese Stätten irgendwann geschlossen worden oder nicht mehr richtig durchgeführt worden.

Es gab bisher zwar noch keine richtig Verrohung dort oben (wie früher), aber generell geht der Trend wieder nach unten. Allgemein findet eine starke Osteuropäisierung statt. Früher galten Türken und Italiener (zumindest bei uns) als die Problemkinder, heute sind es Osteuropäer.

Aber wie Krone richtig sagte, früher wurden solche "Ghettos" geschaffen, weil man dachte es ginge den Leuten besser, wenn sie unter ihresgleichen waren. Vllt war der Hintergedanke auch ein anderer, das weiß ich nicht.

Aber heute zeigt sich mehr und mehr, das genau das absolut falsch war.

Beobachtet man nämlich Menschen mit Migrationshintergrund, die in einer komplett gemischten Gemeinde "aufgewachsen" sind, dann stellt man fest, dass sie wesentlich besser integriert sind, ohne dabei unbedingt ihre Wurzeln verloren zu haben.